Archiv für Umweltschutz

Klimawandel trifft indigene Völker am stärksten

Medizinmann am Rio Negro/Brasilien (Foto: pixelio/Kunstzirkus)

Die Ureinwohner der Erde haben den kleinsten ökologischen Fußabdruck, werden aber unter dem Klimawandel am schwersten zu leiden haben. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Institute of Advanced Studies der United Nations University http://www.unu.edu/ bei einem Treffen im australischen Darwin. Ganz besonders schlimm werden die Völker unter Infektionskrankheiten, Dürren und Überschwemmungen sowie der immer kleiner werdenden Biodiversität zu leiden haben.

Die Folgen der Klimaveränderungen werden dramatisch sein, bestätigt die Untersuchung. Das gesamte Leben der Menschen werde sich durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verändern. Höhere Temperaturen werden dazu beitragen, dass vermehrt Erkrankungen wie Cholera, Dengue und Malaria auftreten. Die Trockenheit werde zu vermehrten Waldbränden führen, die wiederum zunehmend Schäden in der Landwirtschaft verursachen werden. Kleinere Tierpopulationen sowie die Einführung neuer mariner Arten durch veränderte Meerestemperaturen werden auch die bisherigen Lebensbedingungen der Menschen verändern. In den borealen Wäldern werden die höheren Temperaturen vermehrt Baumschädlinge anziehen und in den Küstenregionen werden sowohl Lebensräume als auch Wirtschaftsgebiete von Erosion bedroht sein. All diese Faktoren werden die Menschen auch bei ihrer Nahrungsmittelversorgung beeinträchtigen.

Durch Monokulturen und Staudämme in ehemaligen Urwäldern wird den Ureinwohnern das letzte noch verbliebene Land weggenommen. So sind bereits heute indigene Völker durch die aggressive Ausbreitung der Palmöl-Plantagen in Indonesien und Malaysia bedroht. Der Kampf um die Ressourcen – vor allem aber um Lebensraum und Nahrung – werde sich auf der Erde deutlich verschärfen, kommt die Studie zum Schluss. „Die Art des Homo sapiens steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten. Es ist allerdings zu befürchten, dass eine Knappheit der Ressourcen eher zum Faustrecht führt als zu kontemplativer Askese,“ zitiert der Wiener Humanökologe Peter Weish von der Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at/ den verstorbenen Philosophen Hans Jonas.

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Dem Klimaschutz zuliebe – Wiener Städtische-Energiebonus für Häuslbauer und Sanierer

Ab April 2008 bietet die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group ihren Eigenheimversicherungs-Kunden, die ihr Haus in energiesparender Bauweise errichtet oder saniert haben, einen Energiebonus in Form einer Prämiengutschrift von 35 Euro.

Der Energiebonus gilt für alle Eigenheime mit einem Energieverbrauch bis zu 70 kWh/m2.

Es genügt - falls vorhanden - einen Energieausweis vorzulegen oder einen Fragebogen auszufüllen, in dem bestätigt wird, dass mindestens zwei der folgenden Umwelt-Kriterien erfüllt werden:

- Heizungsanlage mit erneuerbarer Energie bzw. biogener Fernwärme
(z.B. Pelletsheizung, Hackschnitzelheizung, solare
Hypokaustensysteme)
- Wärmepumpen oder Anschluss an Fernwärme
- Gesetzter Kachelofen
- Solar- oder Wärmepumpenanlage
- Kontrollierte Wohnraumlüftung
- Verwendung ökologischer Baustoffe
- Wärmedämmung

Der Fragebogen ist auf Anfrage unter der telefonischen Serviceline 050 350 350, in den Geschäftsstellen der Wiener Städtischen oder beim persönlichen Betreuer erhältlich. Die Aktion läuft bis 31. August 2008.

"Klimawandel bedeutet für Versicherer steigende Schäden durch Wetterextremereignisse. Umweltschutz und der bewusste, schonende Umgang mit den Ressourcen ist uns auch deshalb ein wichtiges Anliegen", erläutert dazu Wiener Städtische-Generaldirektor Dr. Günter Geyer. "Mit dem Energiebonus für unsere Kunden, die durch energiesparende Bauweise ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, wollen wir dem zusätzlich Rechnung tragen."

Wiener Städtische als Vorreiter für mehr Klimaschutz

Als erster österreichischer Versicherer fördert die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group seit Anfang 2008 die Anschaffung von schadstoffarmen Autos mit einem Klimabonus, d.h. mit einer einmaligen Gutschrift von sechs Monatsprämien aus der Kfz-Haftpflicht für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß bis 135 g/km.

Der Klimabonus gilt für über 20 Prozent der am Markt erhältlichen Neufahrzeuge oder z.B. für 16 der 50 meistverkauften Autos am österreichischen Markt.

Umweltbonus für Erdgas- und Hybridfahrzeuge

Ebenfalls gefördert werden erdgasbetriebene Fahrzeuge mit dem Umweltbonus - einem zehnprozentigen Prämiennachlass auf die Kfz-Haftpflicht- und Kaskoprämien. Dieser Nachlass gilt auch für Hybridfahrzeuge und andere alternative Antriebskonzepte. Mit dem Umweltbonus ist die Wiener Städtische Partner des "klima:aktiv mobil"-Programms des Lebensministeriums und erhielt dafür die begehrte Auszeichnung für >>Kompetenz im Klimaschutz<<.

"Mit der Förderung der Prämientarife für umweltfreundliche Fahrzeuge wollen wir diesen zukunftsweisenden Technologien zu einer größeren Verbreitung verhelfen", erklärt Wiener Städtische-Generaldirektor Dr. Günter Geyer. "Als erster österreichischer Versicherer unterstützen wir mit unserem Kfz-Umweltbonus die Anschaffung eines umweltfreundlichen erdgas- oder hybridbetriebenen Fahrzeugs."

Klimabonus und Umweltbonus sind kombinierbar und bringen verantwortungsbewussten Autofahrern eine durchschnittliche Ersparnis von 300 bis 400 Euro im Jahr - Austria WordPress

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Kritik an ITB-Berlin: Klimaschutz nur Beiprogramm

Kritik an der größten Tourismus Messe, der ITB-Berlin http://www.itb-berlin.de/ kommt seitens Reiseveranstaltern, die sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geheftet haben. Die größte Tourismusmesse der Welt schiebe den Klimaschutz ins Beiprogramm ab, titulierte etwa Verträglich Reisen-Chefredakteurin Regine Gwinner .

Was dem Kunden in den Messehallen zur Buchung angeboten werde, ist alles andere als klimaschonend. Was auch an heimischen Anbietern stört, ist die Bewerbung lokaler Flughäfen. „Selbst deutsche Destinationen wie Sauerland, Allgäu oder Bodensee haben inzwischen den Lokalflughafen mit am Stand und werben mit schneller Erreichbarkeit statt mit umweltverträglichen Angeboten.“ Dominikanische Republik.: Keiner wird von der Dominikanischen Republik behaupten wollen, dass sie mit gutem Beispiel in Sachen Umweltschutz voran geht. Die Diskussion, ob man einen sozial verträglichen Tourismus, der auf Kosten der Umwelt geht, befürworten und unterstützen kann, wird prinzipiell bejaht. Generell gehe es allerdings darum, neue Modelle und neue Konzepte des Fremdenverkehrs zu entwickeln.

Als Beispiel führt sie den Webauftritt von „Verträglich-Reisen“ an, der für viele Destinationen alternative Anreisekonzepte mit Bus, Bahn und Schiff anführe. „Genau hier zeigen wir, wie ein solches Alternativkonzept eigentlich aussehen kann.“ Zum Umdenken bereite Kunden würden in herkömmlichen Reisebüros oder auf Buchungsplattformen meist vergeblich nach solchen Angeboten suchen. „Das war auch ein Grund dafür, warum wir die Plattform geschaffen haben“, erklärt Gwinner. Das sei sozusagen ein Lückenschluss. Neben der alternativen Anreise findet sich auf der Homepage auch eine umfangreiche Informationssammlung ökologisch wirtschaftender Unterkünfte sowie Reiseberichte und Urlaubstipps.

Nach Österreich

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Elektroautos für die Zukunft

Wirkungsgrad deutlich höher als bei Verbrennungsmotoren
Die Zukunft gehört dem Elektroauto. Ein Argument für den Elektromotor liege darin, dass der Wirkungsgrad solcher Fahrzeuge deutlich höher liege als der mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren.

Die Vision sei, Strom aus alternativen Quellen wie Sonne und Wind herzustellen. Sonnenenergie könnte zum Beispiel in Südspanien oder der Sahara gewonnen und über spezielle Hochspannungsleitungen nach Europa transportiert werden, argumentiert ein Fachmann. „Um etwa in Österreich alle Straßenfahrzeuge mit Sonnenstrom aus dem Süden zu versorgen, müssten einmalig rund 40 Mrd. Euro investiert werden. Die Summe klingt relativ hoch, ist aber im Vergleich mit den jährlich fünf Mrd. Euro, die für den Kauf von Benzin und Diesel ohne Steuern aufgewendet werden, relativ niedrig.“

Der Umstieg auf alternative Antriebskonzepte sei zudem notwendig, weil das Fördermaximum bei Erdöl wahrscheinlich bereits im September 2006 erreicht war und somit nur durch den weiteren Anstieg des Ölpreises ein Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch gehalten werden kann, so Berger. „Die Herausforderung des 21. Jahrhunderts – der Klimawandel – macht es zusätzlich notwendig, alternative Antriebssysteme zu entwickeln.“

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Lebensstil für Klimaschutz ändern

Opfer müssen erbracht werden

Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönliche Konsequenzen daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend zu ändern. Selbst in den Staaten mit den weltgrößten CO2-Emissionen – USA und China – sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen zu wollen.

Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu beitragen würden, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer am stärksten überzeugt. „In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun“, so der BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist. In der Umfrage wurde auch deutlich, dass die meisten der Befragten glauben, beim Klimaschutz Opfer bringen zu müssen.

In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten, dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland hatten die Befragten angegeben, dass die hohen Treibstoffkosten keine Auswirkungen haben. Beim Thema Spritkosten wichen die Meinungen in den einzelnen Ländern stark voneinander ab. In China und Indonesien glaubt der Großteil der Befragten daran, dass höhere Spritkosten notwendig wären. In Südkorea, Indien und Nigeria hingegen gibt es wesentlich weniger Befürworter einer solchen Politik.

Geteilter Meinung sind die Meisten auch bei der Frage nach einer erhöhten Steuer auf fossile Brennstoffe: 85 Prozent der Chinesen gaben an, dass sie für eine solche Besteuerung eintreten. Die Bewohner im Reich der Mitte lagen bei dieser Antwort mit ihrem Enthusiasmus an erster Stelle.

„Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen“, meint Doug Miller, Direktor von Globescan http://www.globescan.com , jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli 2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf Erdteilen.

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Nobelpreis an Al Gore und UN-Klimarat

Greenpeace: Freude über Nobelpreis an Al Gore und UN-Klimarat

Nobelpreis willkommene Unterstützung im Kampf gegen Klimawandel

Der diesjährige Friedensnobelpreis wurde an den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore und den UN-Klimarat verliehen.

"Diese Entscheidung freut uns riesig und unterstreicht einmal mehr die außerordentliche Bedeutung die der Kampf gegen den Klimawandel global besitzt", meint Greenpeace-Sprecher Bernhard Obermayr in einer ersten Reaktion. Gerade vor der im Dezember stattfindenden entscheidenden UN-Weltklimakonferenz in Bali ist die Entscheidung des Nobelpreiskomitees sehr zu begrüßen.

In Bali werden klare und verbindliche Reduktionsziele bei Treibhausgasen und die Zukunft des Kyotoprotokolls auf der Tagesordnung stehen. Die USA weigerten sich bislang verbindlichen internationalen Klimaabkommen wie dem Kyoto-Protokoll beizutreten. "Der Nobelpreis wird sicher mithelfen, das bereits einsetzende Umdenken in den USA zu unterstützen und isoliert Bush in der Klimafrage vollständig. Gerade die besondere Betonung der UNO ist eine Steilvorlage für die Verhandlungen in Bali", freut sich Obermayr abschließend.

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Nationalpark Hohe Tauern neuer Partner von "klima:aktiv"

Nachhaltigkeit mit Ressourcen

Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH wurde bei der Tagung "klima:aktiv bewegt" am Montag, 8. Oktober, als neuer Partner in das Netzwerk "klima:aktiv" aufgenommen. Die Projekte für umweltfreundliche Mobilität hätten bei einer Umsetzung ein Einsparungspotenzial von 2.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) und können somit einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten.

Die Vereinbarung beinhaltet die Förderung von umweltfreundlichen Projekten wie zum Beispiel:

- Kooperation mit Reiseveranstaltern bei der umweltfreundlichen An-
und Abreise mit der Bahn (zum Beispiel Schnee-Express: ab 38 Euro
mit dem Zug ins Schneeparadies); - Entwicklung von Kombi-Tickets für das Nationalparkzentrum mit Bahn
und Bus; - Entwicklung eines Nationalpark-Tickets, mit dem die öffentlichen
Verkehrsdienstleister für die Dauer der Gültigkeit der Karte ohne
zusätzliche Bezahlung genutzt werden können; - kombinierte touristische Radangebote mit organisierten
Rücktransporten durch Bahn und Bus.

"Wenn man in einer ganz besonderen Umwelt wie im Nationalpark Hohe Tauern lebt, dann wird man mehr als sonst wo gefordert, mit der Natur zu leben. Die Nationalparkidee leben bedeutet, nachhaltig mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen. Das ist für den Nationalpark richtig und für die Welt außerhalb des Nationalparks besonders wichtig. Deshalb ist es besonders positiv, dass die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH hier beispielgebend vorangeht und in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt zum Thema sanfte Mobilität setzt", sagte die Vorsitzende des Nationalpark-Beirates, Landesrätin Doraja Eberle.
"klima:aktiv" unterstützt Ministerien, Länder, Gemeinden, Schulen und andere öffentlichen Institutionen bei ihren Klimaschutzaktivitäten. Wirtschaftsunternehmen sind wesentliche Partner in der Klimaschutzpolitik.

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OAN

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Der Klimawandel und seine ökonomischen Auswirkungen

DER KLIMAWANDEL UND SEINE öKONOMISCHEN
AUSWIRKUNGEN -
STAAT MUSS PLANUNGSSICHERHEIT FüR UMWELTSCHUTZINVESTITIONEN SCHAFFEN

Erneuerbare Energien als Retter der Erde?
Manche
Wirtschaftszweige mögen es heiß. Auf diese Formel lässt sich die
Studie „Klimawandel und Branchen“ von Deutsche Bank (DB) Research
http://www.dbresearch.com bringen. Der Klimawandel habe nicht nur
eine „natürlich-klimatische“, sondern auch eine
„regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension“, schreibt Studienautor
Eric Heyman. Erneuerbare Energien zählen zweifelsohne zu den
Gewinnern des Klimawandels, da sie in den nächsten Jahren weiterhin
von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren. Dagegen
werden fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell
verteuert. Die Energiewirtschaft stehe in Zukunft besonders im Fokus
der Politik, so DB Research. Der Erforschung und Entwicklung
effizienterer und neuer Energietechniken komme daher eine tragende
Rolle zu.

Für verschiedene Industriebranchen biete der Klimawandel große
Potenziale: Dazu zählen der Maschinenbau (Klima-, Heizungs- und
Lüftungstechnik, Bewässerungstechnologien) und Elektronik
(Energiesteuerungsanlagen, energieeffiziente Haushaltsgeräte). Auch
Querschnittsbranchen wie die Chemieindustrie könnten profitieren.
Heyman sieht auch Exportchancen für moderne Kraftwerkstechnologie
aus Deutschland und Europa in Schwellenländern. Insbesondere die
Erneuerbaren Energien seien ein klarer Gewinner der regulatorischen
Komponente des Klimawandels. Schon der durch staatliche
Förderprogramme begünstigte Ausbau in den vergangenen Jahren sei
größtenteils ökologisch motiviert. In den Zukunftsplänen spielen
Erneuerbare Energien daher sowohl in Industrienationen wie den USA
oder der EU als auch in vielen Schwellenländern wie China eine
wichtige Rolle.

„Die USA setzen in den nächsten Jahren vor allem auf Biokraftstoffe;
Wind- und Wasserkraft sowie Solarenergie werden aber ebenfalls
gefördert. Kalifornien ist hier einer der Vorreiter. Auch in China,
wo die natürlichen Voraussetzungen für die Windkraft oder die
Solarenergie deutlich besser sind als etwa in Deutschland, sehen die
Regierungspläne eine Stärkung der Erneuerbaren Energien vor“, so
der Studienautor. „Deutsche Bank Research belegt, dass es sich bei
den Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren um ein
Milliardengeschäft handelt. Damit Deutschland seine führende
Position behält und noch weiter ausbaut, muss die Politik
Planungssicherheit gewähren. Es ist ja kein Geheimnis, dass die
jungen Industriezweige im Energiesektor anfangs stark auf
Anschubfinanzierungen durch den Staat angewiesen sind. Nur so sind
Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau möglich. Die politischen
Entscheider müssen jetzt sagen, wie sich die Förderung der
Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren gestalten wird. Zudem
sollten sie nicht jede Woche mit neuen Vorschlägen kommen, die nur
punktuell wirken“, warnt Energieexperte Tobias Janßen, Vorstandschef
der Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in
Düsseldorf und Mitglied im Executive Board American Chamber of
Commerce http://www.amcham.de , im Gespräch mit pressetext.

Das Zusammenspiel von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine
exzellente Vermarktung der innovativen Umwelttechnik sind
entscheidend. „Entdeckungen und Erfindungen verwandeln sich nicht von
selbst in wirtschaftliches Wachstum oder vermarktbare Produkte. Hier
ist unternehmerisches Management gefragt und eine enge Verknüpfung
von Universitäten und Unternehmen. Divergierende Zielvorgaben des
Staates oder ordnungspolitisch fragwürdige Entscheidungen wie bei
der Aufhebung der Steuerbefreiung für Biodiesel sind schädlich für
die Entfaltung des Umwelttechnikmarktes“, kritisiert Janßen. Die
regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension des Klimawandels, so die
Studie, werde sich in den meisten Sektoren deutlich früher auswirken
als die klimatisch-natürliche. „Den Schlussfolgerungen der
Untersuchung ist daher voll und ganz zuzustimmen“, so Janßen.
Klimapolitische Maßnahmen müssten früh genug angekündigt werden,
damit die wirtschaftlichen Akteure auch langfristig agieren können.
„Dann gibt es beispielsweise auch große Chancen für die deutsche
Autoindustrie, die in einer kontraproduktiv und emotional geführten
Debatte vor kurzem einseitig als Klimakiller dargestellt wurde“.

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Umweltschutz wird zu Marketinginstrument

UMWELTSCHUTZ WIRD ZU MARKETINGINSTRUMENT
WERBEAGENTUREN STüRZEN SICH AUF ÖKO-THEMEN

Umweltschutz ist ein derzeit ein
vieldiskutiertes Thema und stark in der Öffentlichkeit präsent.
Werbeagenturen machen sich dieses Umweltbewusstsein jetzt zunutze und
stellen den ökologischen Aspekt von Produkten stärker in den
Vordergrund, berichtet die britische Zeitung „The Independet“. Doch
nicht nur bei Produktvermarktung wird verstärkt auf Ökologie
gesetzt, auch Celebreties und Politiker springen auf den Zug auf und
geben sich umweltbewusst. Die britische Queen hat vor kurzem
angekündigt, sämtliche Emissionen, die bei ihrem Staatsbesuch in
den Vereinigten Staaten entstehen, zu kompensieren, indem sie Geld
für Umweltschutzorganisationen spendet. Viele Organisationen bieten
dieses Service für umweltbewusste Vielflieger an: Entsprechend der
zurückgelegten Kilometer und des Kohlendioxidausstoßes wird die
Höhe der nötigen finanziellen Kompensation berechnet.

Für Werbeagenturen ist die allgegenwärtige Diskussion um globale
Erwärmung ein gefundenes Fressen. Umweltschutz ist eine Idee, die
weltweit verankert ist und so kann Werbung, die auf dieses Thema
setzt, ein sehr breites Publikum ansprechen. Vor allem Produkte für
gehobene Käuferschichten präsentieren sich in der Werbung von ihrer
umweltfreundlichen Seite. Auch Autohersteller, die bislang von
Umweltschutz wenig wissen wollten, geben sich nun als Vorreiter der
ökologischen Nachhaltigkeit. So hat der schwedische Autohersteller
Saab, der zu General Motors gehört, nun ein Bio-Auto auf den Markt
gebracht. Im Werbespot soll mit Delfinen und Schmetterlingen das
Umweltbewusstsein der potenziellen Käufer angesprochen werden.

Doch auch Öko-Kampagnen
haben nur eine begrenzte Reichweite. Vor allem Menschen aus der
Mittel- und Oberschicht machen sich Gedanken über Umweltschutz, da
es ihnen selten an grundlegenden Gütern fehlt. Außerdem ist es auch
zu einer Prestigefrage geworden, möglichst umweltfreundlich zu leben,
und zwar deshalb, weil es ein Mittel ist, sich von jenen abzugrenzen,
die nicht nach solchen Prinzipien leben. Denn finanziell schwache
Konsumenten lassen sich bei ihren Einkäufen eher weniger durch
ökologisch nachhaltige Produkte beeindrucken als durch einen
möglichst günstigen Preis.

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