April 22, 2008
· Gespeichert unter Forschung, Klima, Klimawandel, Lebensstil, Naturkatastrophe, Ozean, Weltmeer, Wisssenschaft
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Sich erwärmende, überfischte und verunreinigte Meere sind Realität. Um zu gewährleisten, dass Menschen in Zukunft auch weiterhin mit und aus den Ozeanen leben können, sei ein wesentlich besseres Monitoring erforderlich. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam der Partnership for Observation of the Global Oceans POGO http://www.ocean-partners.org anlässlich eines Treffens der internationalen Group of Earth Observations GEO http://www.earthobservations.org in Kapstadt.
Das hochkarätige Forscherteam rät dazu, mehr Untersuchungs- und Überwachungssysteme wie etwa Bojen, Forschungsschiffe, Satelliten und Navigationssysteme für einzelne Lebewesen zu installieren, um potenzielle Gefahren zu erkennen, aber auch besser zu verstehen. „Bereits vor zwei Jahrzehnten hat es geheißen, dass die internationale Staatengemeinschaft ein nachhaltiges und integriertes Ozeanüberwachungssystem installieren wird“, so Tony Haymet, Vorsitzender des POGO Exekutiv-Komitees. Nun müsse allerdings rasch vom Modellversuch zu einem echt funktionierenden System geschritten werden, ehe es einen weiteren tödlichen Tsunami oder ähnliche Katastrophen gebe.
Die Wissenschaftler meinen, ein besseres Verständnis, wie die Ozeane „funktionieren“ bringe der gesamten Menschheit zahlreiche Vorteile. Diese reichen von kurzzeitigen Vorhersagen potenziell gefährlicher Naturkatastrophen bis hin zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Ökologie des Meeres und der Küsten.
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Oktober 22, 2007
· Gespeichert unter Klima, Klimaschutz, Ozean, Schiffe, Treibhausgase, Weltmeer
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90.000 Schiffe verursachen doppelt soviel CO2 wie Flugzeuge
London – Relativ leise gleiten die meisten der weltweit 90.000 Schiffe durch die Ozeane. Auf dem Weg durch die Weltmeere verursachen sie allerdings doppelt so viel CO2 wie alle Flugzeuge der Erde zusammen, berichtet BBC-Online. Allein in den vergangenen sechs Jahren hat der Schiffsverkehr extrem zugenommen und damit auch die Umweltbelastung durch die schwimmenden Verkehrsmittel, berichtet die Dachorganisation der Tankschifffahrt Intertanko http://www.intertanko.com .
Die International Maritime Organisation IMO http://www.imo.org bezeichnet auf ihrer eigenen Homepage den Schiffsverkehr als saubere Alternative zu anderen Verkehrsmitteln. Zudem sei der Beitrag der Schiffe zu Treibhausgasen verhältnismäßig gering. Die IMO schätzt das Gesamtvolumen der CO2-Emissionen aus Schiffen etwa gleich hoch ein wie das des globalen Flugverkehrs. Der Wert beträgt etwa drei Prozent aller CO2-Emissionen. Es sei dennoch erforderlich, dass schädliche Emissionen signifikant verringert werden müssten. In den vergangenen Dekaden sei dies durch Verbesserungen der Motoren und Antriebe erreicht worden.
Intertanko schätzt die eigenen Zahlen allerdings als realistischer ein. Einerseits sei es die Zunahme des globalen Handels, der dazu führt, dass mehr Schiffe weltweit im Einsatz sind. Andererseits ist es die steigende Nachfrage nach schnellen Lieferungen und damit verbunden eine Zunahme des Treibstoffbedarfs. Dragos Routa, einer der technischen Direktoren von Intertanko bezeichnet die Werte als Ergebnis einer Studie in Arbeit, betont aber, dass die Emissionen stark gestiegen seien.
Besonders problematisch beim Schiffsverkehr sind die häufig eingesetzten schweren Heizöle als Treibstoffe, die neben dem CO2 auch Schwefel und andere schädliche Abgase wie Stickoxid und Ruß in die Luft blasen. Nur in küstennahen Gewässern und Häfen gibt es Grenzwerte für die Schadstoffbelastung. „Auf hoher See, also in internationalen Gewässern, gibt es solche Regelungen nicht“, erklärt ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Umweltphysik (IUP) an der Universität Bremen http://www.iup.physik.uni-bremen.de gegenüber pressetext. Er schätze die Werte, die von der Intertanko veröffentlicht wurden, als realistisch ein.
Erst im September 2007 hatten Forscher vom IUP mit Hilfe von Satellitenaufzeichnungen gezeigt, dass sich die Wege der großen Schiffe anhand von „Wolkenbildungen“ durch die Abgase verfolgen lassen.
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