Archiv für Nobelpreis

Greenpeace an Regierung: Taten statt Worte!

Al Gore muss mehr geboten werden als freundliche Worte

Wien - Anlässlich des Wien-Besuchs von Nobelpreisträger Al Gore am 24.10.2007, fordert Greenpeace die österreichische Bundesregierung auf, sich endlich zu Klimaschutz-Zielen von mindestens minus dreißig Prozent Treibhausgasen bis 2020 und hundert Prozent erneuerbare Energien bis 2050 zu bekennen. "Al Gore ist bei seiner globalen Klima-Kampagne am meisten geholfen, wenn Industrienationen wie Österreich beim Klimaschutz mit ambitionierten Zielen vorangehen und diese dann auch erfüllen", betont Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer.

Nur wenn Länder wie Österreich vorzeigen, dass Klimaschutz und Wohlstand einander nicht ausschließen, können auch bisherige Klimaschutz-Verweigerer wie die USA und Australien sowie rasch wachsende Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien ins Klimaschutz-Boot geholt werden.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, die am Montag von den ebenfalls mit dem Nobelpreis ausgezeichneten IPCC-Wissenschaftern präsentiert wurden, belegen, dass die Kapazität der Kohlenstoff-Senken - vor allem der Meere und der Wälder - kontinuierlich abnimmt und die CO2-Anreicherung in der Atmosphäre somit beschleunigt wird. Und das wiederum erfordert viel drastischere CO2-Reduktionsziele als bisher angenommen, um unter einer maximalen Erwärmung von zwei Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu bleiben.

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Nobelpreis an Al Gore und UN-Klimarat

Greenpeace: Freude über Nobelpreis an Al Gore und UN-Klimarat

Nobelpreis willkommene Unterstützung im Kampf gegen Klimawandel

Der diesjährige Friedensnobelpreis wurde an den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore und den UN-Klimarat verliehen.

"Diese Entscheidung freut uns riesig und unterstreicht einmal mehr die außerordentliche Bedeutung die der Kampf gegen den Klimawandel global besitzt", meint Greenpeace-Sprecher Bernhard Obermayr in einer ersten Reaktion. Gerade vor der im Dezember stattfindenden entscheidenden UN-Weltklimakonferenz in Bali ist die Entscheidung des Nobelpreiskomitees sehr zu begrüßen.

In Bali werden klare und verbindliche Reduktionsziele bei Treibhausgasen und die Zukunft des Kyotoprotokolls auf der Tagesordnung stehen. Die USA weigerten sich bislang verbindlichen internationalen Klimaabkommen wie dem Kyoto-Protokoll beizutreten. "Der Nobelpreis wird sicher mithelfen, das bereits einsetzende Umdenken in den USA zu unterstützen und isoliert Bush in der Klimafrage vollständig. Gerade die besondere Betonung der UNO ist eine Steilvorlage für die Verhandlungen in Bali", freut sich Obermayr abschließend.

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