April 22, 2008
· Gespeichert unter Forschung, Klima, Klimawandel, Lebensstil, Naturkatastrophe, Ozean, Weltmeer, Wisssenschaft
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Sich erwärmende, überfischte und verunreinigte Meere sind Realität. Um zu gewährleisten, dass Menschen in Zukunft auch weiterhin mit und aus den Ozeanen leben können, sei ein wesentlich besseres Monitoring erforderlich. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam der Partnership for Observation of the Global Oceans POGO http://www.ocean-partners.org anlässlich eines Treffens der internationalen Group of Earth Observations GEO http://www.earthobservations.org in Kapstadt.
Das hochkarätige Forscherteam rät dazu, mehr Untersuchungs- und Überwachungssysteme wie etwa Bojen, Forschungsschiffe, Satelliten und Navigationssysteme für einzelne Lebewesen zu installieren, um potenzielle Gefahren zu erkennen, aber auch besser zu verstehen. „Bereits vor zwei Jahrzehnten hat es geheißen, dass die internationale Staatengemeinschaft ein nachhaltiges und integriertes Ozeanüberwachungssystem installieren wird“, so Tony Haymet, Vorsitzender des POGO Exekutiv-Komitees. Nun müsse allerdings rasch vom Modellversuch zu einem echt funktionierenden System geschritten werden, ehe es einen weiteren tödlichen Tsunami oder ähnliche Katastrophen gebe.
Die Wissenschaftler meinen, ein besseres Verständnis, wie die Ozeane „funktionieren“ bringe der gesamten Menschheit zahlreiche Vorteile. Diese reichen von kurzzeitigen Vorhersagen potenziell gefährlicher Naturkatastrophen bis hin zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Ökologie des Meeres und der Küsten.
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November 5, 2007
· Gespeichert unter Adveniat, Armut, Klima, Mexiko, Naturkatastrophe
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ADVENIAT stellt 50.000 Euro Hilfe bereit
Das Lateinamerika-Hilfswerk ADVENIAT hat 50.000 Euro Hilfe für die Opfer der Naturkatastrophen in Mexiko, der Dominikanischen Republik und Haiti bereitgestellt. Der Vorsitzende der Bischöflichen Kommission ADVENIAT, Weihbischof Franz Grave, erklärte, dass es jetzt schon notwendig sei, die ersten Schritte zum Wiederaufbau einzuleiten. „Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die eigentliche Katastrophe erst nach der Katastrophe beginnt“, betonte Grave.
Auf seinem zerstörerischen Weg über die Dominikanische Republik und Haiti hatte der Tropensturm „Nöel“ mindestens 107 Tote gefordert (Quelle: AFP). In der Dominikanischen Republik wurden nach vorläufigen Behördenangaben 73 Menschen getötet, mindestens 27 werden vermisst. Im benachbarten Haiti liegt die Zahl der Opfer bei vorläufig 34. Auch hier werden noch mindestens 14 Menschen vermisst. Große Teile der gemeinsamen Insel Hispaniola stehen unter Wasser, Zehntausende Menschen sind obdachlos. Besonders dramatisch ist die Lage in dem von politischen Unruhen gebeutelten Haiti, dem ärmsten Land Lateinamerikas.
Derweil wütet in Mexiko eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes. Nach heftigen Regenfällen, die seit mehr als einer Woche anhalten, sind im Bundesstaat Tabasco 80 Prozent der Bodenfläche überschwemmt. Mehr als 500.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Schätzungen zufolge sind über eine Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Die Ernten sind weitgehend zerstört, ein Großteil der Nutztiere verendet.
Armut, Ungerechtigkeit und soziale Verantwortungslosigkeit tragen nach Meinung von ADVENIAT-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka maßgeblich zum Ausmaß von Naturkatastrophen in Lateinamerika bei. Nicht durch Zufall sei der überwiegende Teil der Opfer arm: „Wer in einer windschiefen Baracke aus Holz und Karton leben muss, hat schlechte Chancen, einem Sturm, Erdbeben oder Feuer zu entkommen.“ Mangelnde Infrastruktur, schlechte Verkehrsverbindungen und ungenügende ärztliche Versorgung sind mitverantwortlich dafür, dass Naturkatastrophen eine derart verheerende Wirkung entfachen könnten. „Armutsbekämpfung ist der beste Katastrophenschutz“, sagte Klaschka. Weihbischof Grave fügte hinzu: „Als Christen fühlen wir uns verpflichtet, in globaler Verantwortung für die Menschen in Not und Bedrängnis zu beten.“
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