Archiv für Lebensstil

Monitoring der Meere lebensnotwendig

Sich erwärmende, überfischte und verunreinigte Meere sind Realität. Um zu gewährleisten, dass Menschen in Zukunft auch weiterhin mit und aus den Ozeanen leben können, sei ein wesentlich besseres Monitoring erforderlich. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam der Partnership for Observation of the Global Oceans POGO http://www.ocean-partners.org anlässlich eines Treffens der internationalen Group of Earth Observations GEO http://www.earthobservations.org in Kapstadt.

Das hochkarätige Forscherteam rät dazu, mehr Untersuchungs- und Überwachungssysteme wie etwa Bojen, Forschungsschiffe, Satelliten und Navigationssysteme für einzelne Lebewesen zu installieren, um potenzielle Gefahren zu erkennen, aber auch besser zu verstehen. „Bereits vor zwei Jahrzehnten hat es geheißen, dass die internationale Staatengemeinschaft ein nachhaltiges und integriertes Ozeanüberwachungssystem installieren wird“, so Tony Haymet, Vorsitzender des POGO Exekutiv-Komitees. Nun müsse allerdings rasch vom Modellversuch zu einem echt funktionierenden System geschritten werden, ehe es einen weiteren tödlichen Tsunami oder ähnliche Katastrophen gebe.

Die Wissenschaftler meinen, ein besseres Verständnis, wie die Ozeane „funktionieren“ bringe der gesamten Menschheit zahlreiche Vorteile. Diese reichen von kurzzeitigen Vorhersagen potenziell gefährlicher Naturkatastrophen bis hin zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Ökologie des Meeres und der Küsten.

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Lebensstil für Klimaschutz ändern

Opfer müssen erbracht werden

Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönliche Konsequenzen daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend zu ändern. Selbst in den Staaten mit den weltgrößten CO2-Emissionen – USA und China – sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen zu wollen.

Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu beitragen würden, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer am stärksten überzeugt. „In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun“, so der BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist. In der Umfrage wurde auch deutlich, dass die meisten der Befragten glauben, beim Klimaschutz Opfer bringen zu müssen.

In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten, dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland hatten die Befragten angegeben, dass die hohen Treibstoffkosten keine Auswirkungen haben. Beim Thema Spritkosten wichen die Meinungen in den einzelnen Ländern stark voneinander ab. In China und Indonesien glaubt der Großteil der Befragten daran, dass höhere Spritkosten notwendig wären. In Südkorea, Indien und Nigeria hingegen gibt es wesentlich weniger Befürworter einer solchen Politik.

Geteilter Meinung sind die Meisten auch bei der Frage nach einer erhöhten Steuer auf fossile Brennstoffe: 85 Prozent der Chinesen gaben an, dass sie für eine solche Besteuerung eintreten. Die Bewohner im Reich der Mitte lagen bei dieser Antwort mit ihrem Enthusiasmus an erster Stelle.

„Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen“, meint Doug Miller, Direktor von Globescan http://www.globescan.com , jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli 2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf Erdteilen.

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