Archiv für Klimaschutz

Klimaschutz und Energie

Wir können was tun!
Das Klima auf der Erde verändert sich!
Jeder kann umweltbewußt leben.
Klimaschutz

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Klimawandel trifft indigene Völker am stärksten

Medizinmann am Rio Negro/Brasilien (Foto: pixelio/Kunstzirkus)

Die Ureinwohner der Erde haben den kleinsten ökologischen Fußabdruck, werden aber unter dem Klimawandel am schwersten zu leiden haben. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Institute of Advanced Studies der United Nations University http://www.unu.edu/ bei einem Treffen im australischen Darwin. Ganz besonders schlimm werden die Völker unter Infektionskrankheiten, Dürren und Überschwemmungen sowie der immer kleiner werdenden Biodiversität zu leiden haben.

Die Folgen der Klimaveränderungen werden dramatisch sein, bestätigt die Untersuchung. Das gesamte Leben der Menschen werde sich durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verändern. Höhere Temperaturen werden dazu beitragen, dass vermehrt Erkrankungen wie Cholera, Dengue und Malaria auftreten. Die Trockenheit werde zu vermehrten Waldbränden führen, die wiederum zunehmend Schäden in der Landwirtschaft verursachen werden. Kleinere Tierpopulationen sowie die Einführung neuer mariner Arten durch veränderte Meerestemperaturen werden auch die bisherigen Lebensbedingungen der Menschen verändern. In den borealen Wäldern werden die höheren Temperaturen vermehrt Baumschädlinge anziehen und in den Küstenregionen werden sowohl Lebensräume als auch Wirtschaftsgebiete von Erosion bedroht sein. All diese Faktoren werden die Menschen auch bei ihrer Nahrungsmittelversorgung beeinträchtigen.

Durch Monokulturen und Staudämme in ehemaligen Urwäldern wird den Ureinwohnern das letzte noch verbliebene Land weggenommen. So sind bereits heute indigene Völker durch die aggressive Ausbreitung der Palmöl-Plantagen in Indonesien und Malaysia bedroht. Der Kampf um die Ressourcen – vor allem aber um Lebensraum und Nahrung – werde sich auf der Erde deutlich verschärfen, kommt die Studie zum Schluss. „Die Art des Homo sapiens steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten. Es ist allerdings zu befürchten, dass eine Knappheit der Ressourcen eher zum Faustrecht führt als zu kontemplativer Askese,“ zitiert der Wiener Humanökologe Peter Weish von der Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at/ den verstorbenen Philosophen Hans Jonas.

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Kritik an ITB-Berlin: Klimaschutz nur Beiprogramm

Kritik an der größten Tourismus Messe, der ITB-Berlin http://www.itb-berlin.de/ kommt seitens Reiseveranstaltern, die sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geheftet haben. Die größte Tourismusmesse der Welt schiebe den Klimaschutz ins Beiprogramm ab, titulierte etwa Verträglich Reisen-Chefredakteurin Regine Gwinner .

Was dem Kunden in den Messehallen zur Buchung angeboten werde, ist alles andere als klimaschonend. Was auch an heimischen Anbietern stört, ist die Bewerbung lokaler Flughäfen. „Selbst deutsche Destinationen wie Sauerland, Allgäu oder Bodensee haben inzwischen den Lokalflughafen mit am Stand und werben mit schneller Erreichbarkeit statt mit umweltverträglichen Angeboten.“ Dominikanische Republik.: Keiner wird von der Dominikanischen Republik behaupten wollen, dass sie mit gutem Beispiel in Sachen Umweltschutz voran geht. Die Diskussion, ob man einen sozial verträglichen Tourismus, der auf Kosten der Umwelt geht, befürworten und unterstützen kann, wird prinzipiell bejaht. Generell gehe es allerdings darum, neue Modelle und neue Konzepte des Fremdenverkehrs zu entwickeln.

Als Beispiel führt sie den Webauftritt von „Verträglich-Reisen“ an, der für viele Destinationen alternative Anreisekonzepte mit Bus, Bahn und Schiff anführe. „Genau hier zeigen wir, wie ein solches Alternativkonzept eigentlich aussehen kann.“ Zum Umdenken bereite Kunden würden in herkömmlichen Reisebüros oder auf Buchungsplattformen meist vergeblich nach solchen Angeboten suchen. „Das war auch ein Grund dafür, warum wir die Plattform geschaffen haben“, erklärt Gwinner. Das sei sozusagen ein Lückenschluss. Neben der alternativen Anreise findet sich auf der Homepage auch eine umfangreiche Informationssammlung ökologisch wirtschaftender Unterkünfte sowie Reiseberichte und Urlaubstipps.

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Ozeanerwärmung bedroht antarktische Meeresfauna

Wissenschaftler haben beim Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) http://www.aaas.org/ in Boston davor gewarnt, dass wärmere Wassertemperaturen in der Antarktis zu einer Invasion von Raubtieren führen könnten. Damit wäre das fragile Ökosystem, das sich in den vergangenen Jahrmillionen entwickelt hat, stark bedroht, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Vor etwa 40 Mio. Jahren haben Temperaturabkühlungen dazu geführt, dass Krebse und andere Räuber die Antarktis Richtung Norden verließen. Dadurch konnte sich in der Antarktis eine einzigartige Fauna entwickeln. „Tatsächlich umfasst die Artenvielfalt nach konservativen Schätzungen etwa 17.000 Arten. Im Vergleich dazu beträgt die Zahl der Arten in der Arktis nur ein Drittel und in den Korallenriffen 600.000″, so Julian Gutt, Meeresforscher vom Alfred Wegener Institut für Polarforschung http://www.awi.de. Der US-Forscher Richard Aronson vom Dauphin Island Sea Lab in Alabama hat in seiner Präsentation vor den Wissenschaftlern besonders vor den Steinkrabben gewarnt, die sich auf den Weg in die Antarktis machen können. Gutt, der im Vorjahr auf der „Polarstern“ an der Antarktischen Halbinsel war, teilt diese Meinung jedoch nicht.

Mit der Ausnahme der Flachwasserzone bis etwa 100 Metern Tiefe konnte man bisher keine Temperaturveränderung des Meereswassers feststellen. Zudem sind Steinkrabben bereits vor Jahren an der Antarktischen Halbinsel beobachtet worden. „Vermehrte Funde sind wahrscheinlich auf vermehrte Forschungsaktivitäten insbesondere durch südamerikanische Forscher zurückzuführen“, so Gutt. Dass sich die Flora und Fauna aufgrund der Temperaturerwärmung in der Antarktis merklich geändert hätte, könne man verlässlich nicht sagen. „Wegen der Eisverhältnisse hat sich allerdings das Vorkommen des Krills – der wichtigsten Nahrungsquelle der großen Meeressäuger – nach Süden verschoben.“ Die Entwicklung des Krill sei sehr stark an das Eis gebunden. Zudem konnte in den vergangenen Jahren eine Abnahme der Krillbestände festgestellt werden. Für Gutt hat der menschliche Raubbau in der Antarktis weit schwerwiegendere Auswirkungen als die Erwärmung. „Allein auf der Antarktischen Halbinsel hat die kommerzielle Fischerei die Fischvorkommen so stark dezimiert, dass trotz langjährigen Fangverbots immer noch keine deutliche Erholung der Bestände eingetreten ist.“

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Nord- und Ostsee werden wärmer

Temperaturvergleiche seit 1861 belegen Klimawandel

Typische Mittelmeerfische landen immer öfter in den Netzen von Ostseefischern. Forscher vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) http://www.io-warnemuende.de und von der Technischen Universität Dänemarks http://www.dtu.dk in Kopenhagen, haben deshalb Temperaturdaten aus 140 Jahren mit einander verglichen. Sie wollen feststellen warum Anchovis, Meerbarben und sogar Schwertfische immer häufiger in den nördlichen Gewässern anzutreffen sind. Die seit insgesamt 140 Jahren gemessenen Temperaturen zeigen, dass es einen Anstieg um 1,4 Grad im sommerlichen Oberflächenwasser gibt.

Die Analyse der Daten offenbaren zum einen, dass bereits in den vergangenen Jahrzehnten Klimaschwankungen aufgetreten sind. So konnten die Forscher etwa eine Warm-Periode um 1940-50 ausmachen. „In der Zeit von 1985 bis 2000 ist der Mittelwert der Wassertemperatur in den Monaten Juli bis September um insgesamt 1,4 Grad gestiegen“, erklärt die Forscherin. Damit ist der Anstieg dreimal so hoch wie die vom UNO-Klimabericht prognostizierte globale Erwärmungsrate von 0,03 Grad Celsius pro Jahr. „Auch der UNO-Klimarat hat darauf hingewiesen, dass Europa sich schneller erwärmt als die Erde als Gesamtheit und dass sich der Temperaturanstieg in den vergangenen zwölf Jahren beschleunigte. Unsere Ergebnisse korrespondieren also mit diesen Einschätzungen.“

Die Auswertungen der Langzeitdaten aus Nord- und Ostsee zeigten neben dem ausgeprägten Temperaturanstieg, auch die Zunahme extrem warmer Sommer und ebenso extrem milder Winter. Für das Leben in der Ostsee bedeutet ein solcher Anstieg eine dramatische Änderung der Lebensumstände, da viele Lebewesen an kältere Temperaturen angepasst sind.

In den kommenden hundert Jahren prognostiziert der Weltklimarat eine Veränderung mit bis zu sechs Grad. Da rechnen die Biologen mit einer deutlich veränderten Artenzusammensetzung in der Ostsee.

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Lebensstil für Klimaschutz ändern

Opfer müssen erbracht werden

Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönliche Konsequenzen daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend zu ändern. Selbst in den Staaten mit den weltgrößten CO2-Emissionen – USA und China – sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen zu wollen.

Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu beitragen würden, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer am stärksten überzeugt. „In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun“, so der BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist. In der Umfrage wurde auch deutlich, dass die meisten der Befragten glauben, beim Klimaschutz Opfer bringen zu müssen.

In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten, dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland hatten die Befragten angegeben, dass die hohen Treibstoffkosten keine Auswirkungen haben. Beim Thema Spritkosten wichen die Meinungen in den einzelnen Ländern stark voneinander ab. In China und Indonesien glaubt der Großteil der Befragten daran, dass höhere Spritkosten notwendig wären. In Südkorea, Indien und Nigeria hingegen gibt es wesentlich weniger Befürworter einer solchen Politik.

Geteilter Meinung sind die Meisten auch bei der Frage nach einer erhöhten Steuer auf fossile Brennstoffe: 85 Prozent der Chinesen gaben an, dass sie für eine solche Besteuerung eintreten. Die Bewohner im Reich der Mitte lagen bei dieser Antwort mit ihrem Enthusiasmus an erster Stelle.

„Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen“, meint Doug Miller, Direktor von Globescan http://www.globescan.com , jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli 2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf Erdteilen.

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Sensationeller mobile. futuretalk 07 mit Al Gore

Al Gore zieht an – Mehr als 1.000 Gäste folgten der Einladung zum mobile.futuretalk 07

Wien – Friedensnobelpreisträger Al Gore begeisterte mehr als 1.000 Gäste in der Hochspannungshalle im Wiener Arsenal. Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft folgten der Einladung von mobilkom austria. Al Gore referierte in seiner Rede über das hohe Potenzial mobiler Kommunikation im Kampf gegen den Klimawandel. Durch den Abend führte ZIB 2-Anchorman Armin Wolf. Im Gespräch mit Boris Nemsic, CEO mobilkom austria und Telekom Austria Group, unterstrich Al Gore die Notwendigkeit, unsere Einstellung im Umgang mit unserem Planeten zu ändern.

„I used to be the next President of the United States“, mit diesem selbstironischen Zitat begann der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore seine fesselnde Rede in der Hochspannungshalle des Wiener Arsenals beim mobile.futuretalk 07 von mobilkom austria.
Mit vollem Einsatz sprach Gore über die Gefahren des Klimawandels. Er zeigte aber auch deutlich das hohe Potenzial mobiler Kommunikation, um der globalen Erderwärmung den Kampf anzusagen. Al Gore: „Mobile Kommunikation und Breitband-Internet sind Teil einer grundsätzlichen Lösung des Problems. Wir haben alles, was wir brauchen, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, was dazu nötig ist, ist nur der politische Wille.“

Boris Nemsic ergänzte im Talk auf der Bühne mit dem Moderator des Abends Armin Wolf: „Die Telekommunikationsbranche ist für zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich, durch Videoconferencing, Teleworking und die damit verbundene Einsparungsmöglichkeit von Geschäftsreisen können wir aber einen sehr großen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten.“

Die Freiheit der Kommunikation
Oscar- und Emmy-Preisträger Al Gore unterstrich in seiner Rede die gewichtige Rolle interaktiver Kommunikation für die Freiheit des Menschen. Die durch den Buchdruck ermöglichte Freiheit der Individuen, sich offen einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen, sei durch die Dominanz des Fernsehens als übermächtiger und einseitiger Informationsquelle bedroht. Mobile Kommunikation und das Internet ermöglichen dagegen, so Al Gore, eine neuerliche friedliche Revolution, um die Freiheit und Würde des Menschen sicher zu stellen.

Die Erde hat Fieber
Al Gore forderte in seiner Rede einen grundlegenden Wandel des Denkens. Unser Planet sei krank, und wenn wir krank seien, würden wir zum Arzt gehen, mit der Umwelt würden wir dagegen weiter rücksichtslos umgehen. Viele wollen die Evidenz des Themas einfach nicht wahrhaben. Ein wichtiger Punkt sei hier die Bevölkerungsexplosion, dadurch müsse sich der Umgang mit unserem Planeten radikal ändern. Alarmierend seien die extreme Zunahme von Waldbränden, Flutkatastrophen und das Schmelzen der Polareiskappen. Wenn wir so weiter machen wie bisher, würden diese innerhalb von 23 Jahren mit katastrophalen Folgen gänzlich geschmolzen sein.

Hochkarätige Gäste beim mobile.futuretalk 2007
Mehr als 1.000 Gäste kamen auf Einladung von Boris Nemsic in die beeindruckend adaptierte Hochspannungshalle im Wiener Arsenal und zeigten sich von der „coolen“ Location begeistert. Unter den zahlreichen prominenten Gästen befanden sich Bundesminister Josef Pröll, Bundesministerin Doris Bures, die 3. Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig, US-Botschafterin Susan McCaw, Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima, Nationalratsabgeordnete Maria Rauch-Kallat, Stadtrat Rudolf Schicker, Airliner und Formel-1-Legende Niki Lauda, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder, der Direktor des Naturhistorischen Museums Bernd Lötsch, Rudi und Isabella Klausnitzer, die Spitzenmanager der Telekom Austria Group Rudi Fischer, Hans Tschuden, Hannes Ametsreiter und Gernot Schieszler, Premiere-Vorstand Hans Mahr, Hutchinson 3-Chef Berthold Thoma, News-Geschäftsführer Oliver Voigt und die neue Opernball-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh.

Bis weit nach Mitternacht genossen die Gäste bei spannenden Gesprächen das Do & Co-Buffet. Der mobile.futuretalk 07 wurde von mobilkom austria in Zusammenarbeit mit büro wien und Hochegger|Com organisiert.

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Greenpeace an Regierung: Taten statt Worte!

Al Gore muss mehr geboten werden als freundliche Worte

Wien - Anlässlich des Wien-Besuchs von Nobelpreisträger Al Gore am 24.10.2007, fordert Greenpeace die österreichische Bundesregierung auf, sich endlich zu Klimaschutz-Zielen von mindestens minus dreißig Prozent Treibhausgasen bis 2020 und hundert Prozent erneuerbare Energien bis 2050 zu bekennen. "Al Gore ist bei seiner globalen Klima-Kampagne am meisten geholfen, wenn Industrienationen wie Österreich beim Klimaschutz mit ambitionierten Zielen vorangehen und diese dann auch erfüllen", betont Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer.

Nur wenn Länder wie Österreich vorzeigen, dass Klimaschutz und Wohlstand einander nicht ausschließen, können auch bisherige Klimaschutz-Verweigerer wie die USA und Australien sowie rasch wachsende Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien ins Klimaschutz-Boot geholt werden.

Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, die am Montag von den ebenfalls mit dem Nobelpreis ausgezeichneten IPCC-Wissenschaftern präsentiert wurden, belegen, dass die Kapazität der Kohlenstoff-Senken - vor allem der Meere und der Wälder - kontinuierlich abnimmt und die CO2-Anreicherung in der Atmosphäre somit beschleunigt wird. Und das wiederum erfordert viel drastischere CO2-Reduktionsziele als bisher angenommen, um unter einer maximalen Erwärmung von zwei Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu bleiben.

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Schiffe als Klimakiller

90.000 Schiffe verursachen doppelt soviel CO2 wie Flugzeuge

London – Relativ leise gleiten die meisten der weltweit 90.000 Schiffe durch die Ozeane. Auf dem Weg durch die Weltmeere verursachen sie allerdings doppelt so viel CO2 wie alle Flugzeuge der Erde zusammen, berichtet BBC-Online. Allein in den vergangenen sechs Jahren hat der Schiffsverkehr extrem zugenommen und damit auch die Umweltbelastung durch die schwimmenden Verkehrsmittel, berichtet die Dachorganisation der Tankschifffahrt Intertanko http://www.intertanko.com .

Die International Maritime Organisation IMO http://www.imo.org bezeichnet auf ihrer eigenen Homepage den Schiffsverkehr als saubere Alternative zu anderen Verkehrsmitteln. Zudem sei der Beitrag der Schiffe zu Treibhausgasen verhältnismäßig gering. Die IMO schätzt das Gesamtvolumen der CO2-Emissionen aus Schiffen etwa gleich hoch ein wie das des globalen Flugverkehrs. Der Wert beträgt etwa drei Prozent aller CO2-Emissionen. Es sei dennoch erforderlich, dass schädliche Emissionen signifikant verringert werden müssten. In den vergangenen Dekaden sei dies durch Verbesserungen der Motoren und Antriebe erreicht worden.

Intertanko schätzt die eigenen Zahlen allerdings als realistischer ein. Einerseits sei es die Zunahme des globalen Handels, der dazu führt, dass mehr Schiffe weltweit im Einsatz sind. Andererseits ist es die steigende Nachfrage nach schnellen Lieferungen und damit verbunden eine Zunahme des Treibstoffbedarfs. Dragos Routa, einer der technischen Direktoren von Intertanko bezeichnet die Werte als Ergebnis einer Studie in Arbeit, betont aber, dass die Emissionen stark gestiegen seien.

Besonders problematisch beim Schiffsverkehr sind die häufig eingesetzten schweren Heizöle als Treibstoffe, die neben dem CO2 auch Schwefel und andere schädliche Abgase wie Stickoxid und Ruß in die Luft blasen. Nur in küstennahen Gewässern und Häfen gibt es Grenzwerte für die Schadstoffbelastung. „Auf hoher See, also in internationalen Gewässern, gibt es solche Regelungen nicht“, erklärt ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Umweltphysik (IUP) an der Universität Bremen http://www.iup.physik.uni-bremen.de gegenüber pressetext. Er schätze die Werte, die von der Intertanko veröffentlicht wurden, als realistisch ein.

Erst im September 2007 hatten Forscher vom IUP mit Hilfe von Satellitenaufzeichnungen gezeigt, dass sich die Wege der großen Schiffe anhand von „Wolkenbildungen“ durch die Abgase verfolgen lassen.

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mobile.futuretalk von mobilkom austria mit Al Gore

Prominente Gäste freuen sich auf Friedensnobelpreisträger Al Gore

mobile.futuretalk von mobilkom austria mit sensationellem GAstredner!

Der heurige Friedensnobelpreisträger und Klimaschützer Al Gore spricht am 24. Oktober 2007 als Gast von mobilkom austria beim mobile.futuretalk 07 über die Zukunft der Mobilität. Das Interesse am Event ist enorm: Über 800 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft haben die Gelegenheit, mit dabei zu sein. Durch den Abend führt der ZIB 2-Anchorman Armin Wolf. Die Eventvorbereitungen selbst laufen auf Hochtouren.

Der Klimawandel hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und ist eines der bestimmenden Themen unserer Zeit. Leben und Mobilität, wie wir sie heute kennen, werden sich enorm verändern. Ein Mann, der auf diese Veränderungen bereits seit Jahren aufmerksam macht und sich engagiert für den Klimaschutz einsetzt, ist dieses Jahr der Key Note Speaker beim mobile.futuretalk 07: Al Gore. „Er steht für ein Handeln ohne Scheuklappen“, meint Boris Nemsic, CEO Telekom Austria Group und CEO mobilkom austria, „Al Gore zeigt uns auf eindrucksvolle Weise, dass technologischer Fortschritt und Engagement für den Klimaschutz nicht im Widerspruch stehen.“

Al Gore in Wien – Prominente Gäste beim Event
Am 24. Oktober wird Al Gore von Boris Nemsic am Flughafen Wien begrüßt werden. Von dort fahren sie mit einer umweltfreundlichen Hybrid-Limousine, Marke Lexus Hybrid LS600 h, in die Wiener Innenstadt. Am Abend wird Al Gore in der Hochspannungshalle des Wiener Arsenals zum mobile.futuretalk 2007 eintreffen und noch vor seiner Speech ausgewählte High Potentials des Unternehmens mobilkom austria bei einem Preview Cocktail treffen. Zum Event haben sich bereits nach wenigen Tagen mehr als 800 Gäste angemeldet – viele prominente Persönlichkeiten sind der Einladung von Boris Nemsic gefolgt: Auf der Gästeliste stehen unter anderem Bundesministerin Doris Bures, die dritte Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig, Grünen-Chef Alexander van der Bellen, Landeshauptmann Erwin Pröll, die Medienprofis Rudi Klausnitzer und Oliver Voigt, US-Botschafterin Susan McCaw, Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder und die neue Opernball-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh.

Der Kampf gegen den Klimawandel
Al Gore plädiert in seiner Arbeit eindrücklich dafür, dass es die gemeinsame demokratische Verantwortung des Volkes sei, auf die Warnungen der führenden Wissenschaftler beim Thema Klimawandel zu reagieren. Al Gore: „Die wissenschaftliche und technologische Revolution vor allem im Bereich der Medien und in der Kommunikation, ist ein großer Segen und hat uns immensen Nutzen verschafft.“ Gleichzeitig sei damit aber auch die Verantwortung verbunden, über ihre Konsequenzen nachzudenken. Al Gore kämpft gegen die weit verbreitete falsche Vorstellung an, dass viele Menschen das Problem Klimawandel zwar akzeptieren, jedoch gleichzeitig der Meinung sind, es sei einfach zu groß, um etwas dagegen zu unternehmen.

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