Archiv für Klima

Klimaschutz und Energie

Wir können was tun!
Das Klima auf der Erde verändert sich!
Jeder kann umweltbewußt leben.
Klimaschutz

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Monitoring der Meere lebensnotwendig

Sich erwärmende, überfischte und verunreinigte Meere sind Realität. Um zu gewährleisten, dass Menschen in Zukunft auch weiterhin mit und aus den Ozeanen leben können, sei ein wesentlich besseres Monitoring erforderlich. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam der Partnership for Observation of the Global Oceans POGO http://www.ocean-partners.org anlässlich eines Treffens der internationalen Group of Earth Observations GEO http://www.earthobservations.org in Kapstadt.

Das hochkarätige Forscherteam rät dazu, mehr Untersuchungs- und Überwachungssysteme wie etwa Bojen, Forschungsschiffe, Satelliten und Navigationssysteme für einzelne Lebewesen zu installieren, um potenzielle Gefahren zu erkennen, aber auch besser zu verstehen. „Bereits vor zwei Jahrzehnten hat es geheißen, dass die internationale Staatengemeinschaft ein nachhaltiges und integriertes Ozeanüberwachungssystem installieren wird“, so Tony Haymet, Vorsitzender des POGO Exekutiv-Komitees. Nun müsse allerdings rasch vom Modellversuch zu einem echt funktionierenden System geschritten werden, ehe es einen weiteren tödlichen Tsunami oder ähnliche Katastrophen gebe.

Die Wissenschaftler meinen, ein besseres Verständnis, wie die Ozeane „funktionieren“ bringe der gesamten Menschheit zahlreiche Vorteile. Diese reichen von kurzzeitigen Vorhersagen potenziell gefährlicher Naturkatastrophen bis hin zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Ökologie des Meeres und der Küsten.

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Klimawandel trifft indigene Völker am stärksten

Medizinmann am Rio Negro/Brasilien (Foto: pixelio/Kunstzirkus)

Die Ureinwohner der Erde haben den kleinsten ökologischen Fußabdruck, werden aber unter dem Klimawandel am schwersten zu leiden haben. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Institute of Advanced Studies der United Nations University http://www.unu.edu/ bei einem Treffen im australischen Darwin. Ganz besonders schlimm werden die Völker unter Infektionskrankheiten, Dürren und Überschwemmungen sowie der immer kleiner werdenden Biodiversität zu leiden haben.

Die Folgen der Klimaveränderungen werden dramatisch sein, bestätigt die Untersuchung. Das gesamte Leben der Menschen werde sich durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verändern. Höhere Temperaturen werden dazu beitragen, dass vermehrt Erkrankungen wie Cholera, Dengue und Malaria auftreten. Die Trockenheit werde zu vermehrten Waldbränden führen, die wiederum zunehmend Schäden in der Landwirtschaft verursachen werden. Kleinere Tierpopulationen sowie die Einführung neuer mariner Arten durch veränderte Meerestemperaturen werden auch die bisherigen Lebensbedingungen der Menschen verändern. In den borealen Wäldern werden die höheren Temperaturen vermehrt Baumschädlinge anziehen und in den Küstenregionen werden sowohl Lebensräume als auch Wirtschaftsgebiete von Erosion bedroht sein. All diese Faktoren werden die Menschen auch bei ihrer Nahrungsmittelversorgung beeinträchtigen.

Durch Monokulturen und Staudämme in ehemaligen Urwäldern wird den Ureinwohnern das letzte noch verbliebene Land weggenommen. So sind bereits heute indigene Völker durch die aggressive Ausbreitung der Palmöl-Plantagen in Indonesien und Malaysia bedroht. Der Kampf um die Ressourcen – vor allem aber um Lebensraum und Nahrung – werde sich auf der Erde deutlich verschärfen, kommt die Studie zum Schluss. „Die Art des Homo sapiens steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten. Es ist allerdings zu befürchten, dass eine Knappheit der Ressourcen eher zum Faustrecht führt als zu kontemplativer Askese,“ zitiert der Wiener Humanökologe Peter Weish von der Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at/ den verstorbenen Philosophen Hans Jonas.

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Kritik an ITB-Berlin: Klimaschutz nur Beiprogramm

Kritik an der größten Tourismus Messe, der ITB-Berlin http://www.itb-berlin.de/ kommt seitens Reiseveranstaltern, die sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geheftet haben. Die größte Tourismusmesse der Welt schiebe den Klimaschutz ins Beiprogramm ab, titulierte etwa Verträglich Reisen-Chefredakteurin Regine Gwinner .

Was dem Kunden in den Messehallen zur Buchung angeboten werde, ist alles andere als klimaschonend. Was auch an heimischen Anbietern stört, ist die Bewerbung lokaler Flughäfen. „Selbst deutsche Destinationen wie Sauerland, Allgäu oder Bodensee haben inzwischen den Lokalflughafen mit am Stand und werben mit schneller Erreichbarkeit statt mit umweltverträglichen Angeboten.“ Dominikanische Republik.: Keiner wird von der Dominikanischen Republik behaupten wollen, dass sie mit gutem Beispiel in Sachen Umweltschutz voran geht. Die Diskussion, ob man einen sozial verträglichen Tourismus, der auf Kosten der Umwelt geht, befürworten und unterstützen kann, wird prinzipiell bejaht. Generell gehe es allerdings darum, neue Modelle und neue Konzepte des Fremdenverkehrs zu entwickeln.

Als Beispiel führt sie den Webauftritt von „Verträglich-Reisen“ an, der für viele Destinationen alternative Anreisekonzepte mit Bus, Bahn und Schiff anführe. „Genau hier zeigen wir, wie ein solches Alternativkonzept eigentlich aussehen kann.“ Zum Umdenken bereite Kunden würden in herkömmlichen Reisebüros oder auf Buchungsplattformen meist vergeblich nach solchen Angeboten suchen. „Das war auch ein Grund dafür, warum wir die Plattform geschaffen haben“, erklärt Gwinner. Das sei sozusagen ein Lückenschluss. Neben der alternativen Anreise findet sich auf der Homepage auch eine umfangreiche Informationssammlung ökologisch wirtschaftender Unterkünfte sowie Reiseberichte und Urlaubstipps.

Nach Österreich

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Ozeanerwärmung bedroht antarktische Meeresfauna

Wissenschaftler haben beim Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) http://www.aaas.org/ in Boston davor gewarnt, dass wärmere Wassertemperaturen in der Antarktis zu einer Invasion von Raubtieren führen könnten. Damit wäre das fragile Ökosystem, das sich in den vergangenen Jahrmillionen entwickelt hat, stark bedroht, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Vor etwa 40 Mio. Jahren haben Temperaturabkühlungen dazu geführt, dass Krebse und andere Räuber die Antarktis Richtung Norden verließen. Dadurch konnte sich in der Antarktis eine einzigartige Fauna entwickeln. „Tatsächlich umfasst die Artenvielfalt nach konservativen Schätzungen etwa 17.000 Arten. Im Vergleich dazu beträgt die Zahl der Arten in der Arktis nur ein Drittel und in den Korallenriffen 600.000″, so Julian Gutt, Meeresforscher vom Alfred Wegener Institut für Polarforschung http://www.awi.de. Der US-Forscher Richard Aronson vom Dauphin Island Sea Lab in Alabama hat in seiner Präsentation vor den Wissenschaftlern besonders vor den Steinkrabben gewarnt, die sich auf den Weg in die Antarktis machen können. Gutt, der im Vorjahr auf der „Polarstern“ an der Antarktischen Halbinsel war, teilt diese Meinung jedoch nicht.

Mit der Ausnahme der Flachwasserzone bis etwa 100 Metern Tiefe konnte man bisher keine Temperaturveränderung des Meereswassers feststellen. Zudem sind Steinkrabben bereits vor Jahren an der Antarktischen Halbinsel beobachtet worden. „Vermehrte Funde sind wahrscheinlich auf vermehrte Forschungsaktivitäten insbesondere durch südamerikanische Forscher zurückzuführen“, so Gutt. Dass sich die Flora und Fauna aufgrund der Temperaturerwärmung in der Antarktis merklich geändert hätte, könne man verlässlich nicht sagen. „Wegen der Eisverhältnisse hat sich allerdings das Vorkommen des Krills – der wichtigsten Nahrungsquelle der großen Meeressäuger – nach Süden verschoben.“ Die Entwicklung des Krill sei sehr stark an das Eis gebunden. Zudem konnte in den vergangenen Jahren eine Abnahme der Krillbestände festgestellt werden. Für Gutt hat der menschliche Raubbau in der Antarktis weit schwerwiegendere Auswirkungen als die Erwärmung. „Allein auf der Antarktischen Halbinsel hat die kommerzielle Fischerei die Fischvorkommen so stark dezimiert, dass trotz langjährigen Fangverbots immer noch keine deutliche Erholung der Bestände eingetreten ist.“

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Äquator-Wasser reguliert Regen in Afrika

Niederschläge werden bald genauer vorhersehbar sein

Ein internationales Wissenschaftsteam unter Federführung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) http://www.ifm-geomar.de arbeitet an einem effektiven Vorhersagemodell über die Niederschläge in Westafrika und in Brasilien. Wesentlich dafür ist das bessere Verständnis der Rolle des tropischen Atlantik für Klimaschwankungen. Ein umfassendes Messprogramm soll jene physikalischen Prozesse besser verständlich machen, die die Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur steuern. Das Forschungsvorhaben ist ein Beitrag zum internationalen „Tropical Atlantic Climate Experiment“ (TACE) http://www.clivar.org/organization/atlantic/TACE/tace.php . Erste Ergebnisse dieser Studie werden auf der 2. Internationalen Konferenz des AMMA Programms (African Monsoon Multidisciplinary Analysis) vorgestellt, die vom 26. bis 30. November am Forschungszentrum Karlsruhe stattfindet.

Nicht nur in Indien sind die Menschen auf den Monsun angewiesen, sondern auch in Westafrika und im Nordosten Brasiliens gibt es diese saisonalen Regenfälle, die starken Schwankungen unterliegen. Bekannt ist, dass die Niederschlagsmenge zu einem großen Teil von den Wassertemperaturen im zentralen und östlichen äquatorialen Atlantik bestimmt wird. Die Niederschläge in Westafrika und in Brasilien sind nicht nur für die Landwirtschaft von Bedeutung, sie beeinflussen auch Epidemien wie Dengue-Fieber, Malaria, Cholera oder Meningitis. Unklar ist jedoch, welche Rolle die Dynamik des Ozeans im Vergleich zum atmosphärischen Antrieb für die Variabilität der Oberflächentemperatur in dieser Region spielt. Durch die zeitverzögerte Auswirkung von Prozessen im Ozeaninnern auf die Meeresoberfläche würde sich eine Vorhersagbarkeit der Meeresoberflächentemperatur und damit des Niederschlags von Wochen bis zu einigen Monaten ergeben.

Ausschlaggebend für die Niederschläge ist die Temperatur in der so genannten äquatorialen Kaltwasserzunge, die besonders während der Nordsommermonate ausgeprägt ist. Die Oberflächentemperaturen liegen dann zwischen 20 und 25 Grad und sind damit deutlich kühler als polwärts in einigen 100 Kilometern Entfernung. Die Forscher haben festgestellt, dass hier Wasser aus einer Tiefe von etwa 100 Metern aufquillt und im so genannten äquatorialen Unterstrom von Brasilien bis in den Ostatlantik transportiert wird. Durchschnittlich strömen 20 Mio. Kubikmeter Wasser pro Sekunde – das ist etwa hundertmal soviel wie der Amazonas – in einer Tiefe von etwa 100 Metern nach Osten.

Die Forscher hatten im Sommer 2006 Messinstrumente im zentralen äquatorialen Atlantik installiert, die die Schwankungen der Meeresströmungen in der Versorgungsroute zur Kaltwasserzunge über mehrere Jahre bestimmen sollen. Erstmals wurden auch flächendeckend Turbulenzmessungen im Ozean durchgeführt. Die turbulenten Bewegungen im Ozean sind sehr kleinräumig und finden auf Skalen von Metern bis Millimetern statt. Sie vermischen das relative warme Wasser an der Meeresoberfläche mit dem kälteren Wasser in größeren Tiefen. Ihre Energie beziehen sie dabei aus dem Wind, der mittleren Meeresströmungen und aus internen Wellen im Ozean.

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Nord- und Ostsee werden wärmer

Temperaturvergleiche seit 1861 belegen Klimawandel

Typische Mittelmeerfische landen immer öfter in den Netzen von Ostseefischern. Forscher vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) http://www.io-warnemuende.de und von der Technischen Universität Dänemarks http://www.dtu.dk in Kopenhagen, haben deshalb Temperaturdaten aus 140 Jahren mit einander verglichen. Sie wollen feststellen warum Anchovis, Meerbarben und sogar Schwertfische immer häufiger in den nördlichen Gewässern anzutreffen sind. Die seit insgesamt 140 Jahren gemessenen Temperaturen zeigen, dass es einen Anstieg um 1,4 Grad im sommerlichen Oberflächenwasser gibt.

Die Analyse der Daten offenbaren zum einen, dass bereits in den vergangenen Jahrzehnten Klimaschwankungen aufgetreten sind. So konnten die Forscher etwa eine Warm-Periode um 1940-50 ausmachen. „In der Zeit von 1985 bis 2000 ist der Mittelwert der Wassertemperatur in den Monaten Juli bis September um insgesamt 1,4 Grad gestiegen“, erklärt die Forscherin. Damit ist der Anstieg dreimal so hoch wie die vom UNO-Klimabericht prognostizierte globale Erwärmungsrate von 0,03 Grad Celsius pro Jahr. „Auch der UNO-Klimarat hat darauf hingewiesen, dass Europa sich schneller erwärmt als die Erde als Gesamtheit und dass sich der Temperaturanstieg in den vergangenen zwölf Jahren beschleunigte. Unsere Ergebnisse korrespondieren also mit diesen Einschätzungen.“

Die Auswertungen der Langzeitdaten aus Nord- und Ostsee zeigten neben dem ausgeprägten Temperaturanstieg, auch die Zunahme extrem warmer Sommer und ebenso extrem milder Winter. Für das Leben in der Ostsee bedeutet ein solcher Anstieg eine dramatische Änderung der Lebensumstände, da viele Lebewesen an kältere Temperaturen angepasst sind.

In den kommenden hundert Jahren prognostiziert der Weltklimarat eine Veränderung mit bis zu sechs Grad. Da rechnen die Biologen mit einer deutlich veränderten Artenzusammensetzung in der Ostsee.

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Lebensstil für Klimaschutz ändern

Opfer müssen erbracht werden

Mehr als 22.000 Menschen in 21 Ländern hat der britische Nachrichtensender BBC zum Thema Klimakatastrophe und Lebensstil befragt. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönliche Konsequenzen daraus ziehen und ihre Lebensgewohnheiten dem Klimaschutz entsprechend zu ändern. Selbst in den Staaten mit den weltgrößten CO2-Emissionen – USA und China – sind die Menschen überzeugt davon, persönlich etwas zum Klimaschutz beitragen zu wollen.

Drei Viertel der Menschen würden Energiesteuern unterstützen, wenn sie dazu beitragen würden, alternative Energiequellen zu finden oder die Energieeffizienz zu erhöhen. Die Chinesen waren von einer solchen Einführung einer Energiesteuer am stärksten überzeugt. „In den meisten Ländern waren die Befragten wesentlich williger als ihre Regierungen etwas für den Klimaschutz zu tun“, so der BBC-Umwelt-Reporter Matt McGrath. Offensichtlich sei den meisten klar, dass jeder Einzelne etwas zum Thema Klimaschutz beitragen müsse, so der Journalist. In der Umfrage wurde auch deutlich, dass die meisten der Befragten glauben, beim Klimaschutz Opfer bringen zu müssen.

In fast allen Ländern Europas sowie in den USA glauben die meisten Befragten, dass die Preise für Treibstoffe, die als Hauptverursacher der Klimaveränderung gelten, steigen müssen. Nur in Italien und in Russland hatten die Befragten angegeben, dass die hohen Treibstoffkosten keine Auswirkungen haben. Beim Thema Spritkosten wichen die Meinungen in den einzelnen Ländern stark voneinander ab. In China und Indonesien glaubt der Großteil der Befragten daran, dass höhere Spritkosten notwendig wären. In Südkorea, Indien und Nigeria hingegen gibt es wesentlich weniger Befürworter einer solchen Politik.

Geteilter Meinung sind die Meisten auch bei der Frage nach einer erhöhten Steuer auf fossile Brennstoffe: 85 Prozent der Chinesen gaben an, dass sie für eine solche Besteuerung eintreten. Die Bewohner im Reich der Mitte lagen bei dieser Antwort mit ihrem Enthusiasmus an erster Stelle.

„Diese Befragung macht deutlich, dass die Menschen mehr Bereitschaft zum Handeln zeigen, als die Politiker ihnen das zutrauen“, meint Doug Miller, Direktor von Globescan http://www.globescan.com , jenem Unternehmen, das die Befragung für die BBC durchführte. Insgesamt befragten die Globescan-Mitarbeiter zwischen Mai und Juli 2007 via Telefon oder im persönlichen Interview 22.182 Menschen auf allen fünf Erdteilen.

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Naturkatastrophen in Mexiko und der Karibik

ADVENIAT stellt 50.000 Euro Hilfe bereit

Das Lateinamerika-Hilfswerk ADVENIAT hat 50.000 Euro Hilfe für die Opfer der Naturkatastrophen in Mexiko, der Dominikanischen Republik und Haiti bereitgestellt. Der Vorsitzende der Bischöflichen Kommission ADVENIAT, Weihbischof Franz Grave, erklärte, dass es jetzt schon notwendig sei, die ersten Schritte zum Wiederaufbau einzuleiten. „Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass die eigentliche Katastrophe erst nach der Katastrophe beginnt“, betonte Grave.

Auf seinem zerstörerischen Weg über die Dominikanische Republik und Haiti hatte der Tropensturm „Nöel“ mindestens 107 Tote gefordert (Quelle: AFP). In der Dominikanischen Republik wurden nach vorläufigen Behördenangaben 73 Menschen getötet, mindestens 27 werden vermisst. Im benachbarten Haiti liegt die Zahl der Opfer bei vorläufig 34. Auch hier werden noch mindestens 14 Menschen vermisst. Große Teile der gemeinsamen Insel Hispaniola stehen unter Wasser, Zehntausende Menschen sind obdachlos. Besonders dramatisch ist die Lage in dem von politischen Unruhen gebeutelten Haiti, dem ärmsten Land Lateinamerikas.

Derweil wütet in Mexiko eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte des Landes. Nach heftigen Regenfällen, die seit mehr als einer Woche anhalten, sind im Bundesstaat Tabasco 80 Prozent der Bodenfläche überschwemmt. Mehr als 500.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Schätzungen zufolge sind über eine Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen. Die Ernten sind weitgehend zerstört, ein Großteil der Nutztiere verendet.

Armut, Ungerechtigkeit und soziale Verantwortungslosigkeit tragen nach Meinung von ADVENIAT-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka maßgeblich zum Ausmaß von Naturkatastrophen in Lateinamerika bei. Nicht durch Zufall sei der überwiegende Teil der Opfer arm: „Wer in einer windschiefen Baracke aus Holz und Karton leben muss, hat schlechte Chancen, einem Sturm, Erdbeben oder Feuer zu entkommen.“ Mangelnde Infrastruktur, schlechte Verkehrsverbindungen und ungenügende ärztliche Versorgung sind mitverantwortlich dafür, dass Naturkatastrophen eine derart verheerende Wirkung entfachen könnten. „Armutsbekämpfung ist der beste Katastrophenschutz“, sagte Klaschka. Weihbischof Grave fügte hinzu: „Als Christen fühlen wir uns verpflichtet, in globaler Verantwortung für die Menschen in Not und Bedrängnis zu beten.“

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Sensationeller mobile. futuretalk 07 mit Al Gore

Al Gore zieht an – Mehr als 1.000 Gäste folgten der Einladung zum mobile.futuretalk 07

Wien – Friedensnobelpreisträger Al Gore begeisterte mehr als 1.000 Gäste in der Hochspannungshalle im Wiener Arsenal. Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft folgten der Einladung von mobilkom austria. Al Gore referierte in seiner Rede über das hohe Potenzial mobiler Kommunikation im Kampf gegen den Klimawandel. Durch den Abend führte ZIB 2-Anchorman Armin Wolf. Im Gespräch mit Boris Nemsic, CEO mobilkom austria und Telekom Austria Group, unterstrich Al Gore die Notwendigkeit, unsere Einstellung im Umgang mit unserem Planeten zu ändern.

„I used to be the next President of the United States“, mit diesem selbstironischen Zitat begann der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Al Gore seine fesselnde Rede in der Hochspannungshalle des Wiener Arsenals beim mobile.futuretalk 07 von mobilkom austria.
Mit vollem Einsatz sprach Gore über die Gefahren des Klimawandels. Er zeigte aber auch deutlich das hohe Potenzial mobiler Kommunikation, um der globalen Erderwärmung den Kampf anzusagen. Al Gore: „Mobile Kommunikation und Breitband-Internet sind Teil einer grundsätzlichen Lösung des Problems. Wir haben alles, was wir brauchen, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen, was dazu nötig ist, ist nur der politische Wille.“

Boris Nemsic ergänzte im Talk auf der Bühne mit dem Moderator des Abends Armin Wolf: „Die Telekommunikationsbranche ist für zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich, durch Videoconferencing, Teleworking und die damit verbundene Einsparungsmöglichkeit von Geschäftsreisen können wir aber einen sehr großen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten.“

Die Freiheit der Kommunikation
Oscar- und Emmy-Preisträger Al Gore unterstrich in seiner Rede die gewichtige Rolle interaktiver Kommunikation für die Freiheit des Menschen. Die durch den Buchdruck ermöglichte Freiheit der Individuen, sich offen einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen, sei durch die Dominanz des Fernsehens als übermächtiger und einseitiger Informationsquelle bedroht. Mobile Kommunikation und das Internet ermöglichen dagegen, so Al Gore, eine neuerliche friedliche Revolution, um die Freiheit und Würde des Menschen sicher zu stellen.

Die Erde hat Fieber
Al Gore forderte in seiner Rede einen grundlegenden Wandel des Denkens. Unser Planet sei krank, und wenn wir krank seien, würden wir zum Arzt gehen, mit der Umwelt würden wir dagegen weiter rücksichtslos umgehen. Viele wollen die Evidenz des Themas einfach nicht wahrhaben. Ein wichtiger Punkt sei hier die Bevölkerungsexplosion, dadurch müsse sich der Umgang mit unserem Planeten radikal ändern. Alarmierend seien die extreme Zunahme von Waldbränden, Flutkatastrophen und das Schmelzen der Polareiskappen. Wenn wir so weiter machen wie bisher, würden diese innerhalb von 23 Jahren mit katastrophalen Folgen gänzlich geschmolzen sein.

Hochkarätige Gäste beim mobile.futuretalk 2007
Mehr als 1.000 Gäste kamen auf Einladung von Boris Nemsic in die beeindruckend adaptierte Hochspannungshalle im Wiener Arsenal und zeigten sich von der „coolen“ Location begeistert. Unter den zahlreichen prominenten Gästen befanden sich Bundesminister Josef Pröll, Bundesministerin Doris Bures, die 3. Nationalratspräsidentin Eva Glawischnig, US-Botschafterin Susan McCaw, Grünen-Chef Alexander Van der Bellen, die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima, Nationalratsabgeordnete Maria Rauch-Kallat, Stadtrat Rudolf Schicker, Airliner und Formel-1-Legende Niki Lauda, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder, der Direktor des Naturhistorischen Museums Bernd Lötsch, Rudi und Isabella Klausnitzer, die Spitzenmanager der Telekom Austria Group Rudi Fischer, Hans Tschuden, Hannes Ametsreiter und Gernot Schieszler, Premiere-Vorstand Hans Mahr, Hutchinson 3-Chef Berthold Thoma, News-Geschäftsführer Oliver Voigt und die neue Opernball-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh.

Bis weit nach Mitternacht genossen die Gäste bei spannenden Gesprächen das Do & Co-Buffet. Der mobile.futuretalk 07 wurde von mobilkom austria in Zusammenarbeit mit büro wien und Hochegger|Com organisiert.

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Nach Österreich

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