Archiv für Greenpeace

Nobelpreis an Al Gore und UN-Klimarat

Greenpeace: Freude über Nobelpreis an Al Gore und UN-Klimarat

Nobelpreis willkommene Unterstützung im Kampf gegen Klimawandel

Der diesjährige Friedensnobelpreis wurde an den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore und den UN-Klimarat verliehen.

"Diese Entscheidung freut uns riesig und unterstreicht einmal mehr die außerordentliche Bedeutung die der Kampf gegen den Klimawandel global besitzt", meint Greenpeace-Sprecher Bernhard Obermayr in einer ersten Reaktion. Gerade vor der im Dezember stattfindenden entscheidenden UN-Weltklimakonferenz in Bali ist die Entscheidung des Nobelpreiskomitees sehr zu begrüßen.

In Bali werden klare und verbindliche Reduktionsziele bei Treibhausgasen und die Zukunft des Kyotoprotokolls auf der Tagesordnung stehen. Die USA weigerten sich bislang verbindlichen internationalen Klimaabkommen wie dem Kyoto-Protokoll beizutreten. "Der Nobelpreis wird sicher mithelfen, das bereits einsetzende Umdenken in den USA zu unterstützen und isoliert Bush in der Klimafrage vollständig. Gerade die besondere Betonung der UNO ist eine Steilvorlage für die Verhandlungen in Bali", freut sich Obermayr abschließend.

Schreibe einen Kommentar

Die Erde braucht einen PR-Agenten

AL GORE SCHREIBT WETTBEWERB FüR KLIMASPOTS AUS

Klimaaktivisten werden von Al Gore mit „fettem“ Auto belohnt.
Washington – Der Klimaadvokat Al Gore
schreibt nach dem globalen Riesen-Event „Live Earth“ einen Wettbewerb
für die besten Werbespots zum Klimawandel aus. „Da wir mit einer
echten Notsituation unseres Planeten konfrontiert sind, müssen wir
der Erde einen PR-Agenten geben“, sagt Al Gore in der New York Times.
Der Wettbewerb, der von Gores gegründeten Umweltschutzorganisation
„Alliance for Climate Protection“ http://www.climateprotect.org
ins Leben gerufen wurde, ist der Startschuss für eine auf drei bis
fünf Jahre angelegte Werbe-Kampagne, um auf den Handlungsbedarf in
Sachen Klimaschutz hinzuweisen. Regierungen würden viel zu langsam
auf die Krise der globalen Erderwärmung reagieren, betont Gore.

Die für TV und Internet gemachten Werbespots sollen ab Herbst
ausgestrahlt werden. Zu gewinnen gibt es ein Hybridauto von Toyota,
den Highlander hybrid S.U.V. „Die Leidenschaft für dieses Thema
hervorzurufen ist eine tolle Idee. Leider ist der Preis am Ende ein
Auto, wenn auch ein Hybrid-Auto“, bedauert Greg Stern,
Geschäftsführer der Werbeagentur Butler, Shine, Stern & Partners.
Auch Greenpeace Deutschland übte Kritik an Al Gore. Weil
DaimlerChrysler als Werbepartner für Live Earth auftrat, sagte
Greenpeace die Teilnahme an der Veranstaltung, die in Deutschland in
Hamburg stattfand, ab.

„Wir haben nichts gegen das, was Al Gore tut, sondern gegen Sponsoren
wie DaimlerChrysler, die mit ihren Autos keinen Beitrag zum
Klimaschutz leisten“, erklärt Karsten Smid, Klimaexperte bei
Greenpeace, gegenüber pressetext. Der Wettbewerb für die Werbespots
sei auch grundsätzlich zu begrüßen, sagt er weiter.

Bis 12. September können Werbeagenturen aber Privatpersonen 15-, 30-
oder 60-Sekunden lange Öko-Werbespots einreichen. Die Spots sollen
auf Current TV – Gores Kabelsender – und im Internet auf
Plattformen wie MySpace und YouTube ausgestrahlt werden. Gore hofft,
dass einige TV-Sender Werbezeiten für die Spots spenden. Außerdem
plant Gore Spenden in Millionenhöhe aufzutreiben, um die Werbespots
auf Privatsendern ausstrahlen zu können.

Schreibe einen Kommentar

Der Klimawandel und seine ökonomischen Auswirkungen

DER KLIMAWANDEL UND SEINE öKONOMISCHEN
AUSWIRKUNGEN -
STAAT MUSS PLANUNGSSICHERHEIT FüR UMWELTSCHUTZINVESTITIONEN SCHAFFEN

Erneuerbare Energien als Retter der Erde?
Manche
Wirtschaftszweige mögen es heiß. Auf diese Formel lässt sich die
Studie „Klimawandel und Branchen“ von Deutsche Bank (DB) Research
http://www.dbresearch.com bringen. Der Klimawandel habe nicht nur
eine „natürlich-klimatische“, sondern auch eine
„regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension“, schreibt Studienautor
Eric Heyman. Erneuerbare Energien zählen zweifelsohne zu den
Gewinnern des Klimawandels, da sie in den nächsten Jahren weiterhin
von klimapolitisch motivierten Förderprogrammen profitieren. Dagegen
werden fossile Energieträger durch staatliche Maßnahmen tendenziell
verteuert. Die Energiewirtschaft stehe in Zukunft besonders im Fokus
der Politik, so DB Research. Der Erforschung und Entwicklung
effizienterer und neuer Energietechniken komme daher eine tragende
Rolle zu.

Für verschiedene Industriebranchen biete der Klimawandel große
Potenziale: Dazu zählen der Maschinenbau (Klima-, Heizungs- und
Lüftungstechnik, Bewässerungstechnologien) und Elektronik
(Energiesteuerungsanlagen, energieeffiziente Haushaltsgeräte). Auch
Querschnittsbranchen wie die Chemieindustrie könnten profitieren.
Heyman sieht auch Exportchancen für moderne Kraftwerkstechnologie
aus Deutschland und Europa in Schwellenländern. Insbesondere die
Erneuerbaren Energien seien ein klarer Gewinner der regulatorischen
Komponente des Klimawandels. Schon der durch staatliche
Förderprogramme begünstigte Ausbau in den vergangenen Jahren sei
größtenteils ökologisch motiviert. In den Zukunftsplänen spielen
Erneuerbare Energien daher sowohl in Industrienationen wie den USA
oder der EU als auch in vielen Schwellenländern wie China eine
wichtige Rolle.

„Die USA setzen in den nächsten Jahren vor allem auf Biokraftstoffe;
Wind- und Wasserkraft sowie Solarenergie werden aber ebenfalls
gefördert. Kalifornien ist hier einer der Vorreiter. Auch in China,
wo die natürlichen Voraussetzungen für die Windkraft oder die
Solarenergie deutlich besser sind als etwa in Deutschland, sehen die
Regierungspläne eine Stärkung der Erneuerbaren Energien vor“, so
der Studienautor. „Deutsche Bank Research belegt, dass es sich bei
den Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren um ein
Milliardengeschäft handelt. Damit Deutschland seine führende
Position behält und noch weiter ausbaut, muss die Politik
Planungssicherheit gewähren. Es ist ja kein Geheimnis, dass die
jungen Industriezweige im Energiesektor anfangs stark auf
Anschubfinanzierungen durch den Staat angewiesen sind. Nur so sind
Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau möglich. Die politischen
Entscheider müssen jetzt sagen, wie sich die Förderung der
Erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren gestalten wird. Zudem
sollten sie nicht jede Woche mit neuen Vorschlägen kommen, die nur
punktuell wirken“, warnt Energieexperte Tobias Janßen, Vorstandschef
der Goldfish Holdings http://www.goldfish-holdings.com in
Düsseldorf und Mitglied im Executive Board American Chamber of
Commerce http://www.amcham.de , im Gespräch mit pressetext.

Das Zusammenspiel von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft sowie eine
exzellente Vermarktung der innovativen Umwelttechnik sind
entscheidend. „Entdeckungen und Erfindungen verwandeln sich nicht von
selbst in wirtschaftliches Wachstum oder vermarktbare Produkte. Hier
ist unternehmerisches Management gefragt und eine enge Verknüpfung
von Universitäten und Unternehmen. Divergierende Zielvorgaben des
Staates oder ordnungspolitisch fragwürdige Entscheidungen wie bei
der Aufhebung der Steuerbefreiung für Biodiesel sind schädlich für
die Entfaltung des Umwelttechnikmarktes“, kritisiert Janßen. Die
regulatorisch-marktwirtschaftliche Dimension des Klimawandels, so die
Studie, werde sich in den meisten Sektoren deutlich früher auswirken
als die klimatisch-natürliche. „Den Schlussfolgerungen der
Untersuchung ist daher voll und ganz zuzustimmen“, so Janßen.
Klimapolitische Maßnahmen müssten früh genug angekündigt werden,
damit die wirtschaftlichen Akteure auch langfristig agieren können.
„Dann gibt es beispielsweise auch große Chancen für die deutsche
Autoindustrie, die in einer kontraproduktiv und emotional geführten
Debatte vor kurzem einseitig als Klimakiller dargestellt wurde“.

Schreibe einen Kommentar

Greenpeace errichtet Arche auf Berg Ararat

Unter der Leitung des österreichischen
Greenpeace-Mitarbeiters Wolfgang Sadik wird die Umweltorganisation
auf dem Ararat in der Osttürkei ein großes Holzschiff in 2.500 Meter
Höhe errichten. Mit dieser Arche will Greenpeace kurz vor dem
G8-Gipfel im deutschen Heiligendamm daran erinnern, dass der
Menschheit nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, um eine verheerende
Klimakatastrophe zu verhindern.

Der aktuelle Bericht des UN-Klimarates hat aufgezeigt, wie
bedrohlich die Lage bereits ist. „Die verantwortlichen Politiker
dürfen nicht weiter zusehen, wie die Welt in Fluten, Stürmen und
Überschwemmungen unterzugehen droht, und abertausende von Menschen
Gefahr laufen, ihre Heimat zu verlieren“, warnt
Greenpeace-Projektleiter Wolfgang Sadik.

Für den Bau der Arche leitet Sadik eine Karawane, die mit Hilfe
von vierzig Pferden zwölf Kubikmeter vorgefertigter Holzteile auf
2.500 Meter Höhe transportiert, wo in den folgenden Tagen mit dem
Aufbau von Stützen, Kiel und Spanten begonnen wird. In den nächsten
Wochen werden dann rund zwanzig türkische wie auch internationale
Tischler den Bau des Schiffes zu Ende bringen.

Danach soll die Arche als Berghütte genutzt werden, wofür sie
Greenpeace am 31. Mai der Öffentlichkeit übergeben wird. Einen Tag
vorher wird ein Trupp von Kletterern der Umweltorganisation auf dem
Gipfel des Ararat in 5.137 Metern Höhe an die politisch
Verantwortlichen in aller Welt appellieren, die dringend notwendigen
Klimaschutz-Maßnahmen endlich konsequent umzusetzen.

Nicht nur nach Meinung von Greenpeace ist es höchste Zeit, dass
sich vor allem die Industrienationen auf verbindliche Reduktionsziele
für ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll verpflichten und eine weltweite
Energierevolution einleiten. Die Treibhausgase in den G8-Staaten
müssen bis zum Jahr 2020 um durchschnittlich dreißig Prozent und bis
zur Mitte des Jahrhunderts um achtzig Prozent gegenüber 1990
reduziert werden.

Bücher

DVD

Filme

Schreibe einen Kommentar

McPlanet.com 2007 – Klima der Gerechtigkeit

McPlanet.com 2007 – ein Klima der Gerechtigkeit?
McPlanet.com geht in seine dritte Runde.
Vom 4. bis 6. Mai findet der Kongress in der Technischen Universität Berlin statt. Der diesjährige Kongress verspricht, die anderen beiden Vorgänger an Aktualität und Beteiligung noch zu übertreffen: Mehr als 1300 Menschen haben sich bereits angemeldet, über 170 ReferentInnen sorgen für ein spannendes und auch kontroverses Programm.

Veranstaltet wird der Kongress von attac, BUND, Greenpeace, Heinrich-Böll-Stiftung und Wuppertal Instititut für Klima, Umwelt, Energie und erstmalig dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). Zwischen Freitagabend und Sonntagmittag werden rund 100 Einzelveranstaltungen angeboten. Am bewährten Grundkonzept, große Panels mit internationalen Gästen und Übersetzung, Foren und Workshops, wird festgehalten.

Zudem gibt es Raum für Kunst und Kultur, philosophische Salons, Stände, die Vorstellung von Mitmachaktivitäten und vieles andere mehr – McPlanet eben.

Bis zum 30. April ist die online-Anmeldung noch geschaltet.
Anmelden unter: www.mcplanet.com
Weitere Infos Greenpeace

Schreibe einen Kommentar