Narwale mehr als Eisbären bedroht

Meeressäuger durch den Klimawandel bedroht

Der Narwal ist durch den Klimawandel offenbar noch stärker bedroht als der Eisbär, der zum Zeichen der globalen Erwärmung geworden ist. Das hat die Analyse eines Forscherteams um Ozeanographin Kristin Laidre aus Washington und den kanadischen Polarbär-Experten Ian Stirling ergeben. Wissenschaftler aus drei Ländern haben die Auswirkungen der Erwärmung auf elf arktische und subarktische Meeressäuger untersucht. Nach dem Narwal und dem Eisbären zählten die Mützenrobbe, der Grönlandwal und das Walroß zu den stärker gefährdeten Tierarten. “Wir wollten uns das gesamte Ausmaß ansehen, denn in der Vergangenheit lag die Aufmerksamkeit vor allem bei den Eisbären”, erklärt Stirling. “Wir sprechen hier ja über ein ganzes Ökosystem, über mehrere verschiedene Arten, die das Eis als Lebensraum nutzen und deshalb sehr angreifbar sind.”

Im Rahmen der Studie untersuchte das Forscherteam unterschiedliche Faktoren, um zu ermitteln, wie widerstandfähig die einzelnen Tierarten gegenüber dem zukünftigen Klimawandel sind. Bezugsgrößen waren unter anderem die Populationsgröße, die Einzigartigkeit des Lebensraums, Nahrungsvielfalt und die Fähigkeit der Tiere sich auf das abnehmende Meereis einzustellen. Dabei schnitt der Narwal am schlechtesten ab. “Der Narwal, der bis zu mehreren hundert Metern tief tauchen kann, ist ein absoluter Spezialist, der perfekt an das Leben im Packeis angepasst ist”, erklärt Studienleiterin Laidre.
Schmilzt das Eis, verändere sich nicht nur der Lebensraum des Wales dramatisch. Auch seine natürlichen Feinde wie der Schwertwal könnten leichter in sein Territorium einfallen.

“Weil der Wal sich strikt an seine Wanderungsrouten hält, ist auch das Nahrungsangebot eingeschränkt und das macht ihn sehr anfällig.” Im Sommer verbringen die Narwale einige Monate weit im Norden in eisfreien, flacheren Küstengebieten und ziehen im Herbst in tiefere, eisbedeckte Gewässer. Selbst im Winter aber bleiben sie meist nördlich des Polarkreises. “Die Wale haben sehr spezielle Migrationswege, die sie niemals verlassen”, sagt Laidre weiter. So ziehen die Narwale Jahr für Jahr zum Übersommern oder Überwintern in die gleichen Gebiete. Dieses Verhalten veranlasst die Forscher zu der Annahme, dass der Narwal sich möglicherweise nicht schnell genug an die Veränderungen in seinem Lebensraum anpassen kann. Allerdings könne man derzeit noch keine Aussagen darüber treffen, wann und ob der Narwal überhaupt aussterben werde. Selbst wenn ein Großteil der Population einmal aussterben sollte, könnten dennoch einige geeignete Rückzugsgebiete auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben.

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Klimaschutz und Energie

Wir können was tun!
Das Klima auf der Erde verändert sich!
Jeder kann umweltbewußt leben.
Klimaschutz

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Ökologisches Bauen bei mehrgeschossigen Wohngebäuden stärken

Bei mehrgeschossigen Wohngebäuden ist ökologisches Bauen verstärkt zu berücksichtigen. Das sagte heute, Donnerstag, der ÖVP-Sprecher für Wohnen, Dr. Peter Sonnberger. Im Bereich Wohnbauförderung bei mehrgeschossigen Wohnbauten sei im Bereich Klimaschutz allerdings schon einiges geschehen. So haben die Bundesländer zwingende energetische Grenzwerte in die Wohnbauförderung aufgenommen - für den Mehrwohnungsbau teilweise erst in jüngster Vergangenheit als Folge der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern gemäß Artikel 15a B-VG zur Reduktion von Treibhausgasen von 2005, erläuterte Sonnberger. ****

Aus einer Grafik in der Studie "Ökologisierung der Wohnbauförderung im mehrgeschossigen Wohnbau" (anbei) ist ersichtlich, dass sich die Grenzwerte ab 2006 schon in einem sehr niedrigen Bereich befinden. Mit der neuen 15a B-VG-Vereinbarung soll wieder ein Schritt in Richtung niedrigere Energiekennzahlen gesetzt werden, sowohl im geförderten Bereich als auch im Bereich der Bauordnungen. Die entsprechende OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik)-Richtlinie 6 (Energieeinsparung und Wärmeschutz), über die sich die Länder grundsätzlich schon einig sind, soll hier die entsprechende Grundlage bilden.

Thermische Standards in der umfassenden Sanierung von Mehrwohnungsbauten

Bei der Berücksichtigung energetischer Maßnahmen übertrifft die Sanierungsförderung der Länder die Neubauförderung noch deutlich an Komplexität. Alle Bundesländer geben starke Anreize für energetisch hochwertige Sanierungen. Die Berechnungsmodelle für die Förderhöhe, die Förderungshöhen selbst sowie die Förderungsarten (Darlehen, Zuschuss, Annuitätenzuschuss) unterscheiden sich allerdings stark (siehe beiliegende Tabelle aus der Studie "Ökologisierung der Wohnbauförderung im mehrgeschossigen Wohnbau"). Die Förderungsmodelle der Bundesländer haben sich in den letzten Jahren trotz aller Bemühungen um Vereinheitlichung weiter auseinander entwickelt.

Wichtig ist Sonnberger auch die verstärkte Sanierung von einer Million Ein- und Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Bei diesen Objekten gibt es ein besonders großes Einsparungsvolumen. Hier schlägt Sonnberger einen nicht rückzahlbaren Zuschuss für Bauspardarlehen oder die steuerliche Begünstigung für Maßnahmen im Bereich der thermischen Sanierung und Heizungserneuerung vor.

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Monitoring der Meere lebensnotwendig

Sich erwärmende, überfischte und verunreinigte Meere sind Realität. Um zu gewährleisten, dass Menschen in Zukunft auch weiterhin mit und aus den Ozeanen leben können, sei ein wesentlich besseres Monitoring erforderlich. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam der Partnership for Observation of the Global Oceans POGO http://www.ocean-partners.org anlässlich eines Treffens der internationalen Group of Earth Observations GEO http://www.earthobservations.org in Kapstadt.

Das hochkarätige Forscherteam rät dazu, mehr Untersuchungs- und Überwachungssysteme wie etwa Bojen, Forschungsschiffe, Satelliten und Navigationssysteme für einzelne Lebewesen zu installieren, um potenzielle Gefahren zu erkennen, aber auch besser zu verstehen. “Bereits vor zwei Jahrzehnten hat es geheißen, dass die internationale Staatengemeinschaft ein nachhaltiges und integriertes Ozeanüberwachungssystem installieren wird”, so Tony Haymet, Vorsitzender des POGO Exekutiv-Komitees. Nun müsse allerdings rasch vom Modellversuch zu einem echt funktionierenden System geschritten werden, ehe es einen weiteren tödlichen Tsunami oder ähnliche Katastrophen gebe.

Die Wissenschaftler meinen, ein besseres Verständnis, wie die Ozeane “funktionieren” bringe der gesamten Menschheit zahlreiche Vorteile. Diese reichen von kurzzeitigen Vorhersagen potenziell gefährlicher Naturkatastrophen bis hin zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Ökologie des Meeres und der Küsten.

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Klimawandel trifft indigene Völker am stärksten

Medizinmann am Rio Negro/Brasilien (Foto: pixelio/Kunstzirkus)

Die Ureinwohner der Erde haben den kleinsten ökologischen Fußabdruck, werden aber unter dem Klimawandel am schwersten zu leiden haben. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler des Institute of Advanced Studies der United Nations University http://www.unu.edu/ bei einem Treffen im australischen Darwin. Ganz besonders schlimm werden die Völker unter Infektionskrankheiten, Dürren und Überschwemmungen sowie der immer kleiner werdenden Biodiversität zu leiden haben.

Die Folgen der Klimaveränderungen werden dramatisch sein, bestätigt die Untersuchung. Das gesamte Leben der Menschen werde sich durch die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen verändern. Höhere Temperaturen werden dazu beitragen, dass vermehrt Erkrankungen wie Cholera, Dengue und Malaria auftreten. Die Trockenheit werde zu vermehrten Waldbränden führen, die wiederum zunehmend Schäden in der Landwirtschaft verursachen werden. Kleinere Tierpopulationen sowie die Einführung neuer mariner Arten durch veränderte Meerestemperaturen werden auch die bisherigen Lebensbedingungen der Menschen verändern. In den borealen Wäldern werden die höheren Temperaturen vermehrt Baumschädlinge anziehen und in den Küstenregionen werden sowohl Lebensräume als auch Wirtschaftsgebiete von Erosion bedroht sein. All diese Faktoren werden die Menschen auch bei ihrer Nahrungsmittelversorgung beeinträchtigen.

Durch Monokulturen und Staudämme in ehemaligen Urwäldern wird den Ureinwohnern das letzte noch verbliebene Land weggenommen. So sind bereits heute indigene Völker durch die aggressive Ausbreitung der Palmöl-Plantagen in Indonesien und Malaysia bedroht. Der Kampf um die Ressourcen - vor allem aber um Lebensraum und Nahrung - werde sich auf der Erde deutlich verschärfen, kommt die Studie zum Schluss. “Die Art des Homo sapiens steht nicht auf der Liste der gefährdeten Arten. Es ist allerdings zu befürchten, dass eine Knappheit der Ressourcen eher zum Faustrecht führt als zu kontemplativer Askese,” zitiert der Wiener Humanökologe Peter Weish von der Universität für Bodenkultur http://www.boku.ac.at/ den verstorbenen Philosophen Hans Jonas.

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Dem Klimaschutz zuliebe - Wiener Städtische-Energiebonus für Häuslbauer und Sanierer

Ab April 2008 bietet die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group ihren Eigenheimversicherungs-Kunden, die ihr Haus in energiesparender Bauweise errichtet oder saniert haben, einen Energiebonus in Form einer Prämiengutschrift von 35 Euro.

Der Energiebonus gilt für alle Eigenheime mit einem Energieverbrauch bis zu 70 kWh/m2.

Es genügt - falls vorhanden - einen Energieausweis vorzulegen oder einen Fragebogen auszufüllen, in dem bestätigt wird, dass mindestens zwei der folgenden Umwelt-Kriterien erfüllt werden:

- Heizungsanlage mit erneuerbarer Energie bzw. biogener Fernwärme
(z.B. Pelletsheizung, Hackschnitzelheizung, solare
Hypokaustensysteme)
- Wärmepumpen oder Anschluss an Fernwärme
- Gesetzter Kachelofen
- Solar- oder Wärmepumpenanlage
- Kontrollierte Wohnraumlüftung
- Verwendung ökologischer Baustoffe
- Wärmedämmung

Der Fragebogen ist auf Anfrage unter der telefonischen Serviceline 050 350 350, in den Geschäftsstellen der Wiener Städtischen oder beim persönlichen Betreuer erhältlich. Die Aktion läuft bis 31. August 2008.

“Klimawandel bedeutet für Versicherer steigende Schäden durch Wetterextremereignisse. Umweltschutz und der bewusste, schonende Umgang mit den Ressourcen ist uns auch deshalb ein wichtiges Anliegen”, erläutert dazu Wiener Städtische-Generaldirektor Dr. Günter Geyer. “Mit dem Energiebonus für unsere Kunden, die durch energiesparende Bauweise ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten, wollen wir dem zusätzlich Rechnung tragen.”

Wiener Städtische als Vorreiter für mehr Klimaschutz

Als erster österreichischer Versicherer fördert die Wiener Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group seit Anfang 2008 die Anschaffung von schadstoffarmen Autos mit einem Klimabonus, d.h. mit einer einmaligen Gutschrift von sechs Monatsprämien aus der Kfz-Haftpflicht für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß bis 135 g/km.

Der Klimabonus gilt für über 20 Prozent der am Markt erhältlichen Neufahrzeuge oder z.B. für 16 der 50 meistverkauften Autos am österreichischen Markt.

Umweltbonus für Erdgas- und Hybridfahrzeuge

Ebenfalls gefördert werden erdgasbetriebene Fahrzeuge mit dem Umweltbonus - einem zehnprozentigen Prämiennachlass auf die Kfz-Haftpflicht- und Kaskoprämien. Dieser Nachlass gilt auch für Hybridfahrzeuge und andere alternative Antriebskonzepte. Mit dem Umweltbonus ist die Wiener Städtische Partner des “klima:aktiv mobil”-Programms des Lebensministeriums und erhielt dafür die begehrte Auszeichnung für >>Kompetenz im Klimaschutz<<.

“Mit der Förderung der Prämientarife für umweltfreundliche Fahrzeuge wollen wir diesen zukunftsweisenden Technologien zu einer größeren Verbreitung verhelfen”, erklärt Wiener Städtische-Generaldirektor Dr. Günter Geyer. “Als erster österreichischer Versicherer unterstützen wir mit unserem Kfz-Umweltbonus die Anschaffung eines umweltfreundlichen erdgas- oder hybridbetriebenen Fahrzeugs.”

Klimabonus und Umweltbonus sind kombinierbar und bringen verantwortungsbewussten Autofahrern eine durchschnittliche Ersparnis von 300 bis 400 Euro im Jahr - Austria WordPress

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Kritik an ITB-Berlin: Klimaschutz nur Beiprogramm

Kritik an der größten Tourismus Messe, der ITB-Berlin http://www.itb-berlin.de/ kommt seitens Reiseveranstaltern, die sich Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geheftet haben. Die größte Tourismusmesse der Welt schiebe den Klimaschutz ins Beiprogramm ab, titulierte etwa Verträglich Reisen-Chefredakteurin Regine Gwinner .

Was dem Kunden in den Messehallen zur Buchung angeboten werde, ist alles andere als klimaschonend. Was auch an heimischen Anbietern stört, ist die Bewerbung lokaler Flughäfen. “Selbst deutsche Destinationen wie Sauerland, Allgäu oder Bodensee haben inzwischen den Lokalflughafen mit am Stand und werben mit schneller Erreichbarkeit statt mit umweltverträglichen Angeboten.” Dominikanische Republik.: Keiner wird von der Dominikanischen Republik behaupten wollen, dass sie mit gutem Beispiel in Sachen Umweltschutz voran geht. Die Diskussion, ob man einen sozial verträglichen Tourismus, der auf Kosten der Umwelt geht, befürworten und unterstützen kann, wird prinzipiell bejaht. Generell gehe es allerdings darum, neue Modelle und neue Konzepte des Fremdenverkehrs zu entwickeln.

Als Beispiel führt sie den Webauftritt von “Verträglich-Reisen” an, der für viele Destinationen alternative Anreisekonzepte mit Bus, Bahn und Schiff anführe. “Genau hier zeigen wir, wie ein solches Alternativkonzept eigentlich aussehen kann.” Zum Umdenken bereite Kunden würden in herkömmlichen Reisebüros oder auf Buchungsplattformen meist vergeblich nach solchen Angeboten suchen. “Das war auch ein Grund dafür, warum wir die Plattform geschaffen haben”, erklärt Gwinner. Das sei sozusagen ein Lückenschluss. Neben der alternativen Anreise findet sich auf der Homepage auch eine umfangreiche Informationssammlung ökologisch wirtschaftender Unterkünfte sowie Reiseberichte und Urlaubstipps.

Nach Österreich

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Ozeanerwärmung bedroht antarktische Meeresfauna

Wissenschaftler haben beim Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) http://www.aaas.org/ in Boston davor gewarnt, dass wärmere Wassertemperaturen in der Antarktis zu einer Invasion von Raubtieren führen könnten. Damit wäre das fragile Ökosystem, das sich in den vergangenen Jahrmillionen entwickelt hat, stark bedroht, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner Online-Ausgabe.

Vor etwa 40 Mio. Jahren haben Temperaturabkühlungen dazu geführt, dass Krebse und andere Räuber die Antarktis Richtung Norden verließen. Dadurch konnte sich in der Antarktis eine einzigartige Fauna entwickeln. “Tatsächlich umfasst die Artenvielfalt nach konservativen Schätzungen etwa 17.000 Arten. Im Vergleich dazu beträgt die Zahl der Arten in der Arktis nur ein Drittel und in den Korallenriffen 600.000″, so Julian Gutt, Meeresforscher vom Alfred Wegener Institut für Polarforschung http://www.awi.de. Der US-Forscher Richard Aronson vom Dauphin Island Sea Lab in Alabama hat in seiner Präsentation vor den Wissenschaftlern besonders vor den Steinkrabben gewarnt, die sich auf den Weg in die Antarktis machen können. Gutt, der im Vorjahr auf der “Polarstern” an der Antarktischen Halbinsel war, teilt diese Meinung jedoch nicht.

Mit der Ausnahme der Flachwasserzone bis etwa 100 Metern Tiefe konnte man bisher keine Temperaturveränderung des Meereswassers feststellen. Zudem sind Steinkrabben bereits vor Jahren an der Antarktischen Halbinsel beobachtet worden. “Vermehrte Funde sind wahrscheinlich auf vermehrte Forschungsaktivitäten insbesondere durch südamerikanische Forscher zurückzuführen”, so Gutt. Dass sich die Flora und Fauna aufgrund der Temperaturerwärmung in der Antarktis merklich geändert hätte, könne man verlässlich nicht sagen. “Wegen der Eisverhältnisse hat sich allerdings das Vorkommen des Krills - der wichtigsten Nahrungsquelle der großen Meeressäuger - nach Süden verschoben.” Die Entwicklung des Krill sei sehr stark an das Eis gebunden. Zudem konnte in den vergangenen Jahren eine Abnahme der Krillbestände festgestellt werden. Für Gutt hat der menschliche Raubbau in der Antarktis weit schwerwiegendere Auswirkungen als die Erwärmung. “Allein auf der Antarktischen Halbinsel hat die kommerzielle Fischerei die Fischvorkommen so stark dezimiert, dass trotz langjährigen Fangverbots immer noch keine deutliche Erholung der Bestände eingetreten ist.”

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VEÖ: EU-Klimaziele übersteigen Österreichs Möglichkeiten

E-Wirtschaft fordert ehrliche Diskussion über Kosten und Machbarkeit
Die für Österreich geforderten Klimaziele, wie sie im Klimapaket der Europäischen Kommission vom 23. Jänner 2008 formuliert wurden, sind nach Ansicht des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) aus heutiger Sicht nicht zu erreichen. Der VEÖ fordert daher eine umfassende Neuorientierung der nationalen Klimapolitik. VEÖ Generalsekretärin Barbara Schmidt: "Eine Zielvorgabe von 34 Prozent für erneuerbare Energien im Jahre 2020 übersteigt unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen die technischen und ökonomischen Möglichkeiten Österreichs."

Unter der Berücksichtigung von ökologischen Kriterien hat der VEÖ für die Bereitstellung von erneuerbaren Energien ein Potenzial von 28-29 Prozent ermittelt. Auch die Reduktion der CO2-Emissionen um 21 Prozent im Bereich der dem Zertifikatshandel unterliegenden Anlagenbetreiber sowie minus 16 Prozent für die übrigen Sektoren der Volkswirtschaft stellen markante Einschnitte in Wirtschaft und Gesellschaft dar, deren Erreichung weder technisch noch durch entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen abgesichert ist.

Österreichs E-Wirtschaft ist Vorreiter beim Klimaschutz

Im Rahmen der Umsetzung Klimapakets muss es zu einer gerechten Verteilung der Lasten zwischen den einzelnen Ländern kommen, fordert VEÖ Generalsekretärin Barbara Schmidt. Österreich und die österreichische E-Wirtschaft hätten bereits große Vorleistungen erbracht, die entsprechend einbezogen werden müssen. Schmidt:
"Österreichs Stromerzeugung ist mit 66,2 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 58,3 Prozent aus Wasserkraft EU-Spitzenreiter. Diese Vorleistungen sind anzuerkennen und auf die noch vorhandenen Potenziale ist Rücksicht zu nehmen."

In diesem Zusammenhang verwies Schmidt auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimapakets: Seit 1987 ist der Verbraucherpreisindex um mehr als 50 Prozent gestiegen, der Strompreis dagegen nur um 23 Prozent. Die Kosten des Klimapakets, das Strom laut Kommissionspräsident Barroso um zehn bis 15 Prozent verteuern werde, könnte damit der Preisentwicklung von zwei Jahrzehnten entsprechen. Schmidt: "Allein das würde bedeuten, dass bei rund acht Millionen Einwohnern in Österreich Kosten von mehr als 1,2 Mrd. - pro Jahr entstehen."

Zweckbindung von Erlösen aus Zertifikatsversteigerung

Wenn ab 2013 die E-Wirtschaft sämtliche Emissionsrechte verpflichtend ersteigern muss, fallen umgelegt auf die derzeitige Menge von Emissionszertifikaten (11.950.000 t) und einen geschätzten Preis von 35 bis 50 - je t (aktuelle Produktion, Verbrauchszuwächse nicht eingerechnet) zwischen 400 und knapp 600 Mio. - an zusätzlichen Kosten für die Stromproduktion an. Die Erlöse aus der Zertifikatsversteigerung sollen laut EU-Richtlinienvorschlag direkt in die Budgets der Staaten fließen. Lediglich 20 Prozent der eingenommenen Gelder sollen für Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen oder für Anpassungsmaßnahmen verwendet werden. Schmidt: Hier geht es um mehrere hundert Millionen Euro, die nicht im allgemeinen Steuertopf landen dürfen, sondern zweckgebunden für den Klimaschutz eingesetzt werden müssen.

Forderungen der E-Wirtschaft zum Klimapaket

Die österreichische Elektrizitätswirtschaft bekennt sich zum Klimaschutz, jedoch sind auch die Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit zu berücksichtigen. Für eine Umsetzung der derzeitigen Vorschläge der Europäischen Kommission muss daher laut VEÖ eine Reihe von Rahmenbedingungen angepasst werden:

   - Erarbeitung eines langfristigen Energiekonzeptes: Die von der Kommission formulierten Ziele für erneuerbare Energien und CO2 sind sehr ambitioniert. Wesentlich für ihre Erreichung ist daher ein mit den tragenden Stakeholdern der Volkswirtschaft zu erarbeitendes, langfristig ausgerichtetes Energiekonzept. Dieses Energiekonzept soll die Strategie zur Zielerreichung definieren und entsprechende Maßnahmen darlegen.

   - Ehrliche Diskussion über die Kosten des Klimaschutzes: Die Umsetzung der Zielvorgaben der EU erzwingt einen Investitionsschub in allen Bereichen der Energieerzeugung und der Übertragung. Dies hat die Kommission erkannt und den Stromerzeugern die Überwälzung der Kosten zugestanden. Wesentlich für die Elektrizitätswirtschaft ist, dass die Politik die Einhebung dieser Mehrkosten im Interesse der Umwelt auch in der Öffentlichkeit unterstützt.

   - Berücksichtigung der Potenziale für erneuerbare Energien: Nach Ansicht des VEÖ übersteigt eine Zielvorgabe von 34 Prozent für erneuerbare Energien im Jahre 2020 unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen die technischen und ökonomischen Möglichkeiten Österreichs. Unter der Berücksichtigung von ökologischen Kriterien hat der VEÖ für die Bereitstellung von erneuerbaren Energien ein Potenzial von 28-29 Prozent ermittelt.

   - Zielkonflikte beseitigen: Um den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben, bedarf es eines konzertierten Zusammenspiels aller Beteiligten und aller betroffenen Sektoren. Hierzu sind auch die gesetzlichen Grundlagen zu überdenken und gegebenenfalls anzupassen. So stehen beispielsweise die aktuelle Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie oder langwierige Genehmigungsverfahren entsprechend dem UVP-Gesetz den ambitionierten Zielsetzungen für den Ausbau erneuerbarer Energien - und hier gerade dem in jüngster Zeit geforderten zusätzlichen Ausbau von 700 MW Wasserkraft und 700 MW Windkraft - entgegen.

   - Mittelverwendung der Erlöse aus der Versteigerung der Zertifikate: Neben einer Sicherstellung des friktionsfreien Zuganges zu Zertifikaten setzt sich der VEÖ im Sinne der Richtlinie für eine zweckgebundene Mittelverwendung der Versteigerungserlöse in einem weit über das von der EU-Kommission vorgesehene Ausmaß von 20 Prozent der Erträge ein.

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Armutsbekämpfung und Umweltschutz: Radioschulen in Sambia trotzen der Flut

Kinder erhalten Unterricht in umweltverträglicher Landwirtschaft

In der Gemeinde Chikuni in Sambia betreibt die Kindernothilfe Österreich Radioschulen für über 800 Kinder in 10 Dörfern. Sonnenkraft ersetzt den mangelnden Strom - die Radios werden mit Solarzellen betrieben. Von den derzeitigen Überschwemmungen in Sambia ist auch das Projekt der Kindernothilfe Österreich betroffen, die Radioschule findet trotz der schwierigen Bedingungen statt.

Lebensmittel-Soforthilfe für Flutopfer
Seit November 2007 haben starke und anhaltende Regenfälle in Sambia zu schweren Überschwemmungen geführt. "Leider stehen nach wie vor sämtliche Anbauflächen der Dorfbewohner von Chikuni unter Wasser. Zur Sicherstellung der Ernährung teilt der Kindernothilfe-Partner Lebensmittelpakete aus. Zwei kleine Brücken, die die Flut weggeschwemmt hat, werden wieder aufgebaut, damit die Kinder wieder am Radiounterricht teilnehmen können" so Ina Prager, Projektverantwortliche der Kindernothilfe.

Umweltschutz zum Nachahmen
Die Kinder und Jugendlichen erhalten vier Jahre lang einmal pro Woche Radio-Unterricht in Land- und Forstwirtschaft sowie Umweltbewusstsein. Durch die Schulfunksendung lernen sie, wie sie mit Aufforstung die Wälder in der Umgebung ihrer Dörfer schützen können und wie sie möglichst gewinnbringend Obst und Gemüse anbauen. So kommen zum Beispiel beim Konservieren von Obst und Gemüse solarbetriebene Trockner zum Einsatz. Luzia Wibiral, Geschäftsführerin der Kindernothilfe Österreich: "Zu den Radioschulen gehören einfache Bewässerungsanlagen, Gärten und Baumschulen, wo die Buben und Mädchen das neue Wissen sofort umsetzen. Ziel ist es, die Ernährungs- und Einkommenssituation der Dorfgemeinschaften sowohl kurzfristig als auch nachhaltig zu verbessern und Anbaumethoden zu vermitteln, die die Ressourcen schonen."

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